Zur Sicherung des Schuldnervermögens vor nachteiligen Veränderungen ordnete das zuständige Kieler Amtsgericht am 28.01.2022 um 10.30 Uhr vorläufige Insolvenzverwaltung an, wie dem Internetportal Insolvenzbekanntmachungen zu entnehmen ist. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Kieler Rechtsanwalt Reinhold Schmid-Sperber bestellt.
Mit Ablauf des 20.12. bzw. 22.12.2021 hatte Enqu "aufgrund der historisch einmaligen Preisentwicklungen am Energiemarkt“ alle Energielieferverträge beendet, wie das Unternehmen auf seiner Internetseite mitteilte. Ab dem 21. bzw. 23.12.2021 würden die Strom- und Gaslieferungen automatisch vom örtlichen Grundversorger übernommen, so Enqu. Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen "mehrere tausend" Strom- und Gaskunden versorgt.-
Wechselempfehlung zu Rheinpower
Als Nachfolgeversorger empfahl Enqu einen Wechsel zu Rheinpower, der Online Energiemarke der Stadtwerke Duisburg. Es sei gelungen mit Rheinpower ein "interessantes Angebot" auszuhandeln, teilte das Kieler Unternehmen auf seiner Internetseite mit.
Nach ZfK-Zählung haben damit seit Beginn der Energiekrise mindestens elf Energieversorger Insolvenz angemeldet. Zuvor waren Otima Energie, Smiling Green Energy, Lition, Fulminant Energie, Dreischtrom, Neckermann Strom, Kehag Energiehandel, Buzzn und Enyway diesen Schritt gegangen. Auch die Stadtwerke Bad Belzig hatten Ende Dezember Insolvenz beantragt. (hcn/aba)



