Das Berliner Cleantech Thermondo konzentriert sich im Heizungsvertrieb künftig allein auf die Wärmepumpe, Photovoltaik und weitere Technologien für klimaneutrales Wohnen.
Gleichzeitig streicht der nach eigenen Angaben größte Heizungsinstallateur Deutschlands die Gasheizung aus seinem Portfolio. Die letzte fossile Heizung habe man im Februar dieses Jahres verkauft, heißt es in einer Pressemitteilung. Den gleichen Schritt haben auch andere Energieversorger in den vergangenen Monaten getan, etwa die Oldenburger EWE.
Appell an die staatliche Förderbank KfW
"Thermondos Wachstumskurs steht ab sofort zu hundert Prozent im Zeichen der Klimaneutralität", kommentierte Chief Revenue Officer Felix Plog.
Nach der Hängepartie rund um das Gebäude-Energie-Gesetz nehme man seit Jahresbeginn bei den Kunden ein stark gestiegenes Interesse an Wärmepumpen wahr. Jetzt sei vor allem eine reibungslose Abwicklung der Förderungen und Kredite für den Heizungstausch im Einfamilienhaus durch die staatliche Förderbank KfW erforderlich.
Der Verkaufsstopp für Gasheizungen markiert für Thermondo den Abschluss der Transformation zu einem „zentralen Möglichmacher der Wärmewende“. Innerhalb von 20 Monaten habe der Installationsbetrieb sein Produktportfolio komplett auf emissionsfreies und unabhängiges Heizen umgestellt, heißt es.
Umfangreiche interne Schulungen und Qualifizierungen
Dafür wurden über 500 festangestellte Handwerker:innen rund um die Wärmepumpen-Technologie geschult, Montage-Teams für Elektrik und Fundamentbau eingestellt und Logistik, Planung und Organisation in der Berliner Zentrale auf den Vertrieb und die Installation von Wärmepumpen ausgerichtet.
Thermondo hat nach eigenen Angaben schon über 3.500 Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern im Bestand installiert. Insgesamt hat das Unternehmen seit seiner Gründung über 40.000 Heizungen im Bestand modernisiert. (hoe)



