Fäkalien aus einer öffenttlichen Toilette in Köln werden zu Dünger weiterverarbeitet.

Fäkalien aus einer öffenttlichen Toilette in Köln werden zu Dünger weiterverarbeitet.

Stadtentwässerungsbetriebe Köln

Die Stadt Köln geht neue Wege bei der Fäkalienverwertung. Eine innovative Trockentoilette könnte in Zukunft Dünger für die Landwirtschaft liefern. Sie steht seit wenigen Wochen im Kölner Volksgarten und komme ohne Chemie aus, teilten die Stadtentwässerungsbetriebe mit.

"Holy Shit"

Das Projekt "Holy Shit" ist ein Pilotprojekt. Die Idee dahinter: menschliche Fäkalien nicht als Abfallprodukt, sondern Wertstoff einzusetzen. Die Toilette ist in der Lage, Fest- und Flüssigstoffe voneinander zu trennen. In dem Klärwerk Langel werden die anfallenden Fäkalien hygienisiert, also die Krankheitserreger ausgeschaltet. Anschließend folgt die Humifizierung in der Anlage des Bergischen Abfallverbands in Lindlar.

Der auf diese Weise gewonnene Kompost könnte schließlich als Dünger auf die Felder kommen. Allerdings darf in Deutschland noch kein Kompost aus verdaulichen Lebensmitteln in der kommerziellen Landwirtschaft eingesetzt werden.

Entworfen hat die Toilette Anastasia Bondar, Studentin der TH Köln International School of Design, im Rahmen ihrer Abschlussarbeit. In Betrieb ist sie seit November 2023. (dz)

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