Blick auf das Tesla-Werk in Grünheide am frühen Morgen.

Blick auf das Tesla-Werk in Grünheide am frühen Morgen.

Bild: © Jörg Carstensen/dpa

Die Suche nach einer Lösung im Streit über einen neuen Wasservertrag zwischen dem E-Autobauer Tesla und dem regionalen Wasserversorger wird zur Hängepartie. Zwar ging nach einigen Querelen ein Vertragsangebot im Dezember 2024 an das Unternehmen Tesla, das aber diesem nicht zustimmte.

Die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Strausberg-Erkner (WSE) berät am Mittwoch in nicht-öffentlicher Sitzung erneut über den Wasservertrag, bei dem es im Grunde um Schadstoff-Grenzwerte geht. Eine Entscheidung in dem Gremium dürfte am gleichen Tag aber unwahrscheinlich sein.

Streit ums "Kleingedruckte"

Die neue Runde in dem Streit dreht sich jetzt um Anlagen zu dem ausgehandelten Vertrag. "Wir werden heute darüber diskutieren, aber nicht zu einem Beschluss kommen", sagte der Vorsitzende der Verbandsversammlung und Bürgermeister der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf, Thomas Krieger (CDU). "Das Kleingedruckte kann heute nur besprochen werden."

Der WSE-Verbandsvorsteher André Bähler habe Tesla Anlagen übersandt, die das Unternehmen nicht als letzten Verhandlungsstand akzeptiere, sagte Krieger. Um welche Details es dabei geht, sagte er nicht. "Es ist zäh", so Krieger. Er appellierte, der Verbandsvorsteher und Tesla sollten miteinander Kompromisse suchen. Im April soll die nächste Sitzung der Verbandsversammlung anstehen.

Der Elektroautobauer Tesla hat in Grünheide den Wasserverbrauch gesenkt. Dadurch ändert sich die Abwasserqualität. Knackpunkte sind höhere Grenzwerte bei der Belastung von Schmutzwasser aus dem Werk, sodass ein neuer Wasservertrag ausgehandelt wurde. Das einzige europäische Tesla-Werk von Elon Musk stellt in Grünheide seit März 2022 E-Autos her.

Seit eineinhalb Jahren wird über den neuen Wasservertrag zwischen Tesla und dem Wasserverband Strausberg-Erkner verhandelt. Verbandsvorsteher Bähler hatte damals bereits kritisiert, es seien ausschließlich die Wünsche von Tesla berücksichtigt. Die Entscheidungen trifft jedoch die Verbandsversammlung des Wasserversorgers, dem 16 Mitgliedskommunen angehören. (hp/dpa)

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