BASF sieht den Bezug erneuerbarer Energien als entscheidenden Hebel für eine klimaneutrale Chemieproduktion.

BASF sieht den Bezug erneuerbarer Energien als entscheidenden Hebel für eine klimaneutrale Chemieproduktion.

Bild: © Uwe Anspach/dpa

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat sich im Streit wegen Ewigkeits-Chemikalien im Trinkwasser mit einer Gruppe öffentlicher US-Wasserversorger geeinigt. Zur Beilegung der Ansprüche rund um extrem langlebige sogenannte PFAS-Chemikalien zahlt der Dax-Konzern in einem Vergleich 316,5 Mio. US-Dollar (291 Mio. Euro), wie er am Dienstag mitteilte.

Hierin enthalten seien vier Millionen Dollar an Verwaltungskosten. Mit dem Vergleich würden die Klagen gegen BASF, Ciba und andere verbundene Unternehmen beigelegt, hieß es weiter.

Probleme aus der Ciba-Übernahme

Bei den Verfahren geht es um die Verunreinigung von Wasser unter anderem mit Feuerwehr-Löschschäumen, die PFAS enthalten. BASF hat das Thema durch die Übernahme der schweizerischen Ciba Specialty Chemicals im Jahr 2009 „geerbt“.

Der Chemiekonzeren verfügt nach eigenen Angaben über erhebliche Deckung bei einer Reihe von Versicherern. Der Konzern will das Geld aus der Vergleichszahlung von diesen zurückholen.

Teurer als der Asbestskandal

Dem Vergleich muss den Angaben zufolge noch das Gericht in South Carolina zustimmen. Zudem müssten weitere Bedingungen erfüllt werden. Dieser Prozess werde voraussichtlich mehrere Monate dauern.

Die gefährlichen Ewigkeits-Chemikalien könnten der Versicherungsbranche nach Einschätzung der Landesbank LBBW den teuersten Schaden ihrer Geschichte einbrocken. Mögliche Schadenersatz-Forderungen wegen PFAS drohten die Branche damit noch schwerer zu treffen als der Asbest-Skandal aus dem 20. Jahrhundert, schrieb LBBW-Versicherungsanalyst Werner Schirmer jüngst in einer Studie. Der Experte hält Versicherungsschäden von mehr als 100 Mrd. US-Dollar (92 Mrd. Euro) für möglich. (dpa/hp)

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