Auf der Verbandsversammlung wurd ein neuer Vorstand gewählt: (v.li.n.re.) Michael Beck, Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen, vorheriger Verbandsvorsitzender und jetziger zweiter Stellvertreter, Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart und neuer Verbandsvorsitzender der Bodensee-Wasserversorgung,  und Roland Klenk, Oberbürgermeister Leinfelden-Echterdingen und erster Stellvertreter.

Auf der Verbandsversammlung wurd ein neuer Vorstand gewählt: (v.li.n.re.) Michael Beck, Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen, vorheriger Verbandsvorsitzender und jetziger zweiter Stellvertreter, Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart und neuer Verbandsvorsitzender der Bodensee-Wasserversorgung, und Roland Klenk, Oberbürgermeister Leinfelden-Echterdingen und erster Stellvertreter.

Bild: © Bodensee-Wasserversorgung

Um zukünftige Großprojekte mit vereinten Kräften stemmen zu können und die Trinkwasserversorgung für die kommenden Jahrzehnte zu sichern, vergrößert die Bodensee-Wasserversorgung ihre Belegschaft. Der Personalplan für 2024 sieht 58 neue Stellen vor, mit denen unter anderem das Team für das im Jahr 2019 begonnene Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ verstärkt werden soll.

Neue Mitarbeitende sollen außerdem bei der Vorbereitung auf das Projekt „Lebensadern“ unterstützen, welches sich der Instandhaltung des Leistungsnetzes widmet. Darüber hinaus wird der Zweckverband die Digitalisierung weiter vorantreiben. Das gab der Verband auf der 79. Verbandsversammlung in Leinfelden-Echterdingen bekannt.

Mit dem Projekt Zukunftsquelle soll die sichere Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte gewährleistet werden soll. Geplant sind unter anderem neue Entnahmeleitungen, die Modernisierung der Pumpwerke und Steigleitungen zum Wasserwerk am Sipplinger Berg und eine weitere Anlage am neuen Standort Pfaffental. Dort soll eine hochmoderne Ultrafiltrations-Reinigungsstufe eingebaut werden, die Schutz gegen Larven der Quaggamuschel bieten soll.

Steigende Wasserabgabe

Im Jahr 2022 förderte die Bodensee-Wasserversorgung insgesamt 131,7 Millionen Kubikmeter Trinkwasser aus dem Bodensee (2021: 130,6 Mio.) und gab diese an ihre Verbandsmitglieder weiter. Der Trend der steigenden Wasserabgabe seit 2010 infolge des Klimawandels hält damit an.

Für das kommende Jahr 2024 ist eine moderate Steigerung des Wasserpreises vorgesehen. Der Verband plant die Erhöhung der durchschnittlichen Umlage von 81,5 Cent auf 88,0 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser, was einer Erhöhung um 8 Prozent entspricht.

Arbeiten am Projekt Zukunftsquelle

Im Jahr 2023 wurde intensiv an der Entwurfsplanung für das Projekt Zukunftsquelle gearbeitet. Die Berechnung dazu beinhaltet erstmals auch Faktoren wie Preisentwicklung, Risiken und Finanzierungskosten.

Inklusive der Kosten für den optionalen Ausbau, der größere Wasserabnahmemengen für bestehende Verbandsmitglieder und die Aufnahme neuer Mitglieder möglich machen würde, beläuft sich die Gesamtsumme auf rund 4,6 Milliarden Euro (davon 1,3 Milliarden Euro für die Wachstumsoption). Von den Gesamtkosten entfallen mehr als die Hälfte auf Inflation und Zinsen (jeweils rund 1,2 Milliarden Euro), bedingt durch den jahrzehntelangen Projektzeitraum.

Auswirkungen auf die Umlage

Die Bodensee-Wasserversorgung erwartet in diesem Zuge eine weitere schrittweise Erhöhung des Wasserpreises für die Bürger:innen im Verbandsgebiet, da die Projektkosten auf die Mitglieder des Zweckverbandes umgelegt werden und diese nach eigenem Ermessen Kosten weitergeben.

Die neu geplanten Anlagen der Zukunftsquelle (sogenannte „Realisierungsstufen A und B“) sollen bis 2041 in Betrieb genommen werden. Bis dahin steigt die Umlage auf etwa 2,70 Euro pro Kubikmeter Wasser. Für die Wachstumsoption (sogenannte „Realisierungsstufe C“) bis 2046 lässt sich noch keine verlässliche Prognose abgeben, da sich die Umlage auf eine größere Wassergesamtmenge und potenziell einen vergrößerten Abnehmerkreis bezieht.

Neuer Verbandsvorsitzender

Die Delegierten der 183 Verbandsmitglieder wählten Frank Nopper, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, zum neuen Verbandsvorsitzenden. Oberbürgermeister Roland Klenk, Leinfelden-Echterdingen, wird erster Stellvertreter und der bisherige Verbandsvorsitzende Michael Beck, Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen, wird zweiter Stellvertreter. Die Amtszeit wird bis 2027 andauern. (hp)

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