Jörg Simon, Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe, bei der Vorstellung des Konzepts am Müggelsee.

Jörg Simon, Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe, bei der Vorstellung des Konzepts am Müggelsee.

Bild: © BWB

Damit die Trinkwasserversorgung in der Hauptstadt auch in weiteren Hitzesommern gesichert ist, investieren die Berliner Wasserbetriebe (BWB) kräftig in die Infrastruktur. 112 Mio. Euro fließen in den nächsten fünf Jahren in den Ausbau der Resilienz. Das macht einen Anteil von 15 Prozent der Gesamtinvestitionen in Wasserwerke und Rohrnetz aus.

Das sieht das jetzt vorgestellte Resilienzkonzept des Unternehmens vor. Die Investitionen umfassen das Regenerieren von Grundwasserbrunnen, etwa mit Sprengstoff oder anderen Impulsverfahren, das Bohren neuer Brunnen, die Ertüchtigung und Reaktivierung von Wasserwerken und Reinwasserbehältern sowie Arbeiten im Rohrnetz. Zudem baut das Unternehmen in Lindenberg ein Zwischenpumpwerk neu, dessen Behälter 68.000 Kubikmeter Trinkwasser speichern.

Überregionales Thema

"Wir bewirtschaften in Berlin einen gut funktionierenden Wasserkreislauf, der uns ein Stück weit unabhängig macht von ausbleibenden Niederschlägen", sagt Jörg Simon, Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe. "Aber wir sind keine Insel. Wenn die Ressource unter Druck gerät, wie es in Teilen Brandenburgs heute schon der Fall ist, ist mittelfristig auch Berlin betroffen. Deshalb müssen wir das Thema länderübergreifend betrachten.“

Zu diesem Zweck hat das Unternehmen gemeinsam mit 15 Wasserversorgern der Region eine Studie zur Wasserversorgung der Metropolregion herausgegeben. Sie soll der Politik als Handlungsempfehlung dienen. Wichtige Themen sind: Sicherung des Vorrangs der Trinkwasserversorgung vor anderen Wassernutzungen, überregionale Versorgungslösungen und die Finanzierung von Altlastensanierungen. (hp)

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