Blick auf das Kernkraftwerk Gundremmingen in Bayern.

Blick auf das Kernkraftwerk Gundremmingen in Bayern.

Bild: © dpa

Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) hat im Vorfeld der Messe E-world für eine Rückkehr zur Kernkraft plädiert. Der beschlossene Atomausstieg sei ein "Fehler" gewesen, sagte Liese auf dem Führungstreffen Energie in Essen. Er glaube, angesichts der Energiekrise gebe es dafür große Zustimmung in Deutschland. "Wir brauchen jede Alternative zum russischen Gas", betonte Liese. Dazu gehöre auch der Bau neuer Kernkraftwerke.

Neue Abhängigkeit von Russland

Widerspruch für diesen Vorstoß kam vom Parlamentarischen Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Wenzel. Er verwies etwa darauf, dass sich Deutschland dann wieder von Russland als großen Lieferanten abhängig machen würde. Ohne russisches Uran würden viele Kernkraftwerke in Europa oder auch den USA nicht laufen.

Kraftwerksstrategie im Sommer

Dennoch blieben die zentralen Herausforderungen der Klimaschutz und die Wirtschaftskrise, so der Tenor. Um diese zu meistern, kündigte Wenzel für den Sommer dieses Jahres unter anderem die finalisierte Kraftwerksstrategie an. Damit will die Bundesregierung wasserstofffähige Gaskraftwerke anreizen, um insbesondere den Kohleausstieg abzufedern.

Als ein weiteres Instrument mahnte Liese außerdem einen Rahmen für CCS an, also das Abscheiden und Speichern von CO2. Laut dem Wirtschaftsstaatssekretär könnte die Ampel-Koalition diesen nach derzeitigem Stand "in 40 Tagen" vorlegen. (dz)

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