Für die Branche ist die Marktraumumstellung ein Mammutprojekt.

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Bild: © Adobe Stock/by-studio

Während die Strompreise zum Jahreswechsel tendenziell steigen, senken viele Versorger ihre Gaspreise oder halten sie zumindest stabil. So reduzieren die Stadtwerke Düsseldorf zum dritten Mal in Folge sei August 2023 ihren Gaspreis.

Die Stadtwerke Tübingen gehen hier weiter. Sie senken neben den Gaspreisen auch die Strompreise und planen auch eine Entlastung für Fernwärmekunden.

Tübingen und Düsseldorf senken Gaspreise

Zum 1. Januar senken die Stadtwerke Düsseldorf ihren Arbeitspreis für Erdgas im Grundversorgungstarif um 0,79 Cent je Kilowattstunde (kWh). Ein Haushalt mit 100 Quadratmetern und einem Jahresverbrauch von 11.500 kWh würde damit 90 Euro sparen, rechnet der Versorger vor. Damit reagieren die Stadtwerke Düsseldorf auf die Veränderungen bei den Beschaffungskosten, die in den vergangenen Monaten erneut gesunken sind.

Die Stadtwerke Tübingen senken nach eigenen Angaben ihre Sonder- sowie Grundversorgungstarife für Erdgas in einer Spanne von acht bis über neun Prozent. Für die Erdgaskunden bedeute das aufs Jahr gerechnet eine deutliche Kosteneinsparung, hieß es aus Tübingen.

So würde ab 1. Januar eine kWh Erdgas im Einjahrestarif "TüGas Fix" 13,05 Cent kosten. Das wären 1,4 Cent weniger im Vergleich zum aktuellen Preisniveau. Der Grundpreis bleibt dabei unverändert bei 138,52 Euro im Jahr. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 18.000 kWh würde damit rund 252 Euro weniger im Jahr zahlen.

Auch Strompreissenkung in Tübingen

In allen Strom-Sondertarifen heben die Stadtwerke Tübingen den Grundpreis leicht an, während die Arbeitspreise gleichzeitig sinken. Bezogen auf die Jahresgesamtkosten könnten die Kunden mit einer kleinen Kostenersparnis rechnen, die je nach Tarif und Jahresverbrauch unterschiedlich hoch ausfallen kann.

Eine kWh im Einjahrestarif "TüStrom Natur Haushalt" würde ab dem 1. Januar 36,58 Cent kosten und damit 2,14 Cent weniger als der aktuelle Strompreis. Der Grundpreis erhöht sich hingegen um 26 Euro auf 157 Euro im Jahr. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.800 kWh zahlt damit rund 12,52 Euro weniger im Jahr, rechnet der Versorger vor.

Weiterhin würden die nicht von den Stadtwerken beeinflussbaren Preisbestandteile einen erheblichen Teil des Kilowattstundenpreises ausmachen, hieß es aus Tübingen weiter. Während die Netzentgelte und andere Strompreisbestandteile für 2025 weitgehend gleich hoch liegen, steigen die gesetzlichen Umlagen dabei deutlich.

Neben den Strom- und Gastarifen stellen die Stadtwerke Tübingen auch eine Senkung des Fernwärmepreises in Aussicht. Die endgültige Preiskalkulation wolle der Versorger bis zum 20. November abschließen, da die Höhe der Gasspeicherumlage von der zuständigen Gasmarktregulierungsbehörde noch nicht veröffentlicht wurde.

Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox haben Anfang November (Stand 8.11.2024) 17 Grundversorger Strompreissenkungen angekündigt. Beim Erdgas zählte Verivox zu diesem Standpunkt 22 Senkungen. Die Preissenkungen zum Jahreswechsel können die Energieversorger noch bis Mitte November bekanntgeben. Eine zentrale Rolle würde dabei die Höhe der Netzentgelte spielen, ihre Entwicklung variiere je nach Region stark, hieß es von Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Noch bis Mitte November können Anbieter Preisänderungen zum neuen Jahr bekannt geben. "Die Entwicklung der Netzentgelte lässt außerdem darauf schließen, dass sich die Preise regional sehr unterschiedlich entwickeln werden. Während einige Haushalte auf Entlastungen hoffen können, werden andere zum neuen Jahr mit steigenden Energiekosten konfrontiert", so Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. (am)

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