Mikroskop-Aufnahme der Archaee-Bakterien, die für das Verfahren von Electrochaea wichtig sind.

Mikroskop-Aufnahme der Archaee-Bakterien, die für das Verfahren von Electrochaea wichtig sind.

Bild: © Prof. Andreas Klingl

Das Power-to-Gas-Unternehmen Electrochaea hat eine Kapitalbeteiligung des Europäischen Innovationsrat Fonds (EIC Fund) in Höhe von 14,9 Mio. Euro bekanntgegeben. Die Investition vervollständigt eine Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt 36 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilt.

Das Energietechnologieunternehmen Baker Hughes führt demnach die Runde an. Auch die Bestandsinvestoren MVP, die ENGIE-Tochter Storengy, btov, KfW, Energie 360°, Caliza und Focus First hätten sich erneut beteiligt. Es ist nach Aussage von Electrochaea die weltweit größte Finanzierungsrunde für ein Power-to-Methane-Unternehmen.

Kunden in ganz Europa

Mit dem frischen Geld will Electrochaea seine Technologie schneller skalieren und kommerzialisieren. Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, das langfristig fossiles Erdgas ersetzen soll. Außerdem könnten so erneuerbare Energien in großen Mengen und über lange Zeiträume gespeichert und gleichzeitig CO2 wiederverwendet werden. 

"Das Investment durch den EIC Funds wird Electrochaea befähigen, Kunden in ganz Europa und der Welt mit erneuerbarem Gas zu beliefern", sagt Mich Hein, CEO, Electrochaea. "Unsere Technologie hat sich bereits in zwei Demonstrationsanlagen in Dänemark und in der Schweiz bewährt."

Transport im bestehenden Gasnetz

Die Technologie des Unternehmens besteht in der Biomethanisierung. Dabei wird erneuerbares, klimaneutrales Methan in Gasnetzqualität unter Wiederverwendung von COund grünem Wasserstoff erzeugt. Zentral ist dabei eine mikrobielle elektrochemische Zelle, in der sogenannte Archaee-Bakterien die Umwandlungsschritte in einer biologischen Methanisierung vornehmen.

"Diese Finanzierung wird Electrochaea dabei unterstützen, in industriellem Maßstab erfolgreich erneuerbares Methan zu produzieren, das Erdgas ersetzt und im bestehenden Gasnetz gespeichert und transportiert werden kann", sagt Martin Bruncko, Mitglied des Investitionsausschusses, EIC Fund. (jk)

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