Die Stadtwerke Krefeld erhalten eine deutliche Grundkapitalaufstockung, um sich noch besser für die Großprojekte Energie- und Verkehrswende zu rüsten. Dies beschloss die Stadt Krefeld als alleiniger Aktionär auf der Anfang der Woche stattgefundenen Hauptversammlung, wie aus einer Presseaussendung hervorgeht.
Demnach wird das Grundkapital von derzeit 200 auf 250 Mio. Euro erhöht. Dies erfolge aus eigenen Mitteln der Stadtwerke durch die Umwandlung von Rücklagen, heißt es.
Stärkere Verhandlungsposition
Der Konzern stärkt damit seine Finanzkennzahlen und Bonität, was ihm in Verhandlungen mit Banken und Lieferanten zugutekommt.
Ferner dürfte der Energiebeschaffer Quantum von diesem Schritt profitieren, an dem die Stadtwerke 49 Prozent der Anteile halten. Das Unternehmen mit Sitz in Ratingen habe nach dem Ausnahmejahr 2022 einem steigenden Sicherheitsbedürfnis seiner Handelspartner Rechnung tragen müssen, teilen die Stadtwerke mit.
Künftig nur noch SWK AG
Außerdem verkürzt der Kommunalkonzern seinen Namen: statt bislang SWK Stadtwerke Krefeld AG heißt das Unternehmen künftig nur noch SWK AG.
"Die derzeitige Firmierung wird dem tatsächlichen Auftritt und Umfang der Geschäftstätigkeit in und außerhalb Krefelds nicht mehr gerecht", werden die Vorstände Kerstin Abraham und Carsten Liedtke zitiert. "Wir erwarten durch diese Präzisierung auch eine deutliche Stärkung der Arbeitgebermarke und der Attraktivität des Konzerns für gute Köpfe."
Bundesweiter Strom- und Gasanbieter
Die Stadtwerke Krefeld sind selbst und über ihre Tochter Lekker Energie bundesweit im Strom- und Gasvertrieb aktiv. Zudem erwarben sie vor zweieinhalb Jahren 90 Prozent der Aktien am Berliner Dienstleister Ampere sowie zu Beginn dieses Jahres 51 Prozent der Anteile am nordrhein-westfälischen Klimatechnikspezialisten Kälte-Klima-Peters.
Die Stadtwerke Krefeld erzielten im vergangenen Jahr einen Überschuss von 48 Mio. Euro. Der Umsatz betrug 1,7 Mrd. Euro. (Die ZfK berichtete.) (aba)



