Die Stadtwerkekooperation Südweststrom zählt nun 62 Anteilseigner.

Die Stadtwerkekooperation Südweststrom zählt nun 62 Anteilseigner.

Bild: © Südweststrom

Die Tübinger Südweststrom wird größer. Nach eigenen Angaben ist die Stadtwerkekooperation um drei Mitglieder gewachsen. Neu hinzugekommen sind die Heidenheimer Stadtwerketochter Heidenheim Wärmeservice, die Stadtwerke Ditzingen und die Biberacher Ewa Riss. Alle drei Unternehmen sind in Baden-Württemberg tätig.

Damit hat Südweststrom mittlerweile 62 Gesellschafter. Darunter befinden sich neben vielen kleineren baden-württembergischen Kommunalversorgern auch die Stadtwerke am See, Tübingen und Konstanz.

Vergleich zu Trianel und Thüga

Zum Vergleich: Die Aachener Stadtwerkekooperation Trianel zählt 57 Anteilseigner, darunter Branchengrößen wie die Stadtwerke Bochum und die Aachener Stawag.

Als größtes Stadtwerkenetzwerk bundesweit gilt die Thüga mit mehr als 100 Gesellschaftern, darunter Schwergewichten wie die Frankfurter Mainova, die Nürnberger N-Ergie und die Hannoveraner Enercity.

Für 180 Versorger Energie beschafft

Größer geworden ist auch der Südweststrom-Kundenstamm. 2022 beschaffte die Stadtwerkekooperation insgesamt für 180 Energieversorger Strom und Gas. Dabei seien 13 Kunden neu hinzugekommen, teilte ein Unternehmenssprecher auf ZfK-Nachfrage mit. Dieses Jahr waren es weitere acht Versorger.

Zum Hintergrund: Gerade im Südwesten der Republik mussten sich einige kleine Kommunalunternehmen nach dem Auslaufen von Altverträgen und dem Rückzug von Vorversorgern umorientieren. Die Stadtwerke Elzach und Schutterwald stiegen in der Folge ganz aus dem Energievertrieb aus.

Jahresüberschuss von 12,1 Mio. Euro

Für das vergangene Geschäftsjahr legte Südweststrom glänzende Zahlen vor. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 2,2 Mrd. Euro. Im Vorjahr waren es 1,2 Mrd. Euro gewesen. Der sprunghafte Anstieg lässt sich vorwiegend auf stark gestiegene Beschaffungspreise infolge explodierender Großhandelspreise zurückführen.

Der Jahresüberschuss der Südweststrom betrug 12,1 Mio. Euro – ein neuer Rekord. Im Vorjahr waren es für das Handelshaus lediglich 1,2 Mio. Euro gewesen. Den Gewinnanstieg begründet Südweststrom mit den Kundenneuzugängen im Portfoliomanagement, höheren Erlösen im Dienstleistungssektor, vielen weiteren Nutzern der unternehmenseigenen Beschaffungsplattform SWS-Connect und der Nutzung "von einmaligen Vertragsoptionen" im Energiegroßhandel. (aba)

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