Nach rund 30 Jahren Preisstabilität ist eine Anpassung der Wasserpreise im Vogtland notwendig. Die Preisanpassung soll Anfang 2025 in Kraft treten, beschloss die Verbandsversammlung des ZWAV. Der Verbandsvorsitzende und Plauener Oberbürgermeister Steffen Zenner erklärt, dass der ZWAV aufgrund gestiegener Energie-, Material- und Personalkosten bei gleichzeitig hohem Investitionsbedarf zu einer Anpassung der Preise gezwungen sei.
Ursache für den Kostenanstieg sei die anhaltende Preissteigerung vor allem im Energie- und Materialbereich. Chemikalien für Reinigungsprozesse, Schlammentsorgung, Strom und Bauleistungen, werden teurer. Gleichzeitig steigt der nötige Investitionsbedarf zur Aufrechterhaltung der Ver- und Entsorgungssicherheit durch Sanierung des Leitungsnetzes, des Kanalnetzes und der Anlagen. Der jährliche Investitionsbedarf liegt bei 20 Millionen Euro.
Kosten immer noch unter Spitzenniveau
Der Mengenpreis für Trinkwasser steigt auf 2,28 Euro pro Quadratmeter (m³), der monatliche Grundpreis auf 12,57 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 21 beziehungsweise 15 Prozent. Zenner betonte jedoch: "Die Kosten für die Wasserverbraucher liegen immer noch unter dem Niveau von 1996." Er verweist außerdem darauf, dass der ZWAV als öffentlich-rechtlicher Zweckverband keine Gewinne erzielt. "Die Höhe der Preise ergibt sich daher ausschließlich aus den tatsächlich anfallenden Kosten."
Auch die Entgelte für die Abwasserentsorgungwerden ab 2025 angepasst, die Gründe dafür die gleichen wie beim Trinkwasser. Eine erste Erhöhung nach fast 20 Jahren Preisstabilität erfolgte 2023 durch die gesetzlich geforderte Einführung der Umsatzsteuer. Ab 2025 werden sowohl der Grundpreis als auch der Mengenpreis pro Kubikmeter und der Regenwasserpreis pro Quadratmeter um jeweils knapp 21 Prozent erhöht. (hb)
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