Mit einen Sofortbonus und einem Neukundenbonus von 15 Prozent wirbt Grünwelt Energie seit einigen Tagen auf Verivox.

Mit einen Sofortbonus und einem Neukundenbonus von 15 Prozent wirbt Grünwelt Energie seit einigen Tagen auf Verivox.

Bild: © Adobe Stock/Eyetronic

Ein von dem US-amerikanischen Finanzinvestor KKR geführtes Konsortium hat jetzt ein Übernahmeangebot für Encavis vorgelegt. Der Hamburger Projektierer könnte für insgesamt 2,8 Milliarden Euro den Besitzer wechseln. Als neuer Co-Investor mit an Bord ist das Klimatechnikunternehmen Viessmann.

Den Aktionären biete KKR je Encavis-Aktie 17,50 Euro, teilte der Übernahmekandidat mit. Zwar handele es sich dabei um ein freiwilliges Angebot. Allerdings hätten bestehende Aktionäre wie Abacon Capital bereits verbindlich zugesagt – diese hielten etwa 31 Prozent des Grundkapitals.

Sie sollen indirekt als Investoren im Unternehmen verbleiben. Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) wird Viessmann künftig 25,1 Prozent an Encavis halten, Abacon "circa 12,5 Prozent". KKR wolle Encavis darüber hinaus von der Börse nehmen.

Mindestquote von 54 Prozent

Damit das Konsortium die Mehrheit erlangt, liege die Annahmequote für das Angebot bei mindestens rund 54 Prozent, so Encavis weiter. Vorstand und Aufsichtsrat des Projektierers wollen ihren Aktionären die Annahme des Angebots empfehlen. Abgeschlossen werden soll die Transaktion im vierten Quartal des laufenden Jahres.

Aktie gestiegen

Die Aktie des Projektierers notierte am Nachmittag des 14. März bei 16,86 Euro. Einen Tag vorher waren es noch 13,46 Euro. Zuletzt war der Handel ausgesetzt. Dass Verhandlungen zwischen KKR und Encavis laufen, war Anfang März bekanntgeworden.

"Wir sind überzeugt, dass wir mit der zusätzlichen finanziellen und strategischen Unterstützung unsere Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und unsere Kompetenzen weiter ausbauen können", sagte Christoph Husmann, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand.

Weniger Umsatz 2023

Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen gemäß vorläufiger Zahlen einen Nettoumsatz von rund 449 Millionen Euro und damit weniger als noch im Jahr davor (rd. 463 Mio. Euro). Allerdings, betont Encavis, liege der Umsatz über dem Planniveau von mehr als 440 Millionen Euro. Zentraler Grund sei das rückläufige operative Geschäft mit Wind- und Solarpark infolge der deutlich gesunkenen Strompreise.

In die Zukunft blickt der Projektierer vorsichtig optimistisch und rechnet für 2024 mit Umsatzerlösen in Höhe von mehr als 460 Millionen Euro. Encavis habe sich "zu einem der führenden unabhängigen Stromerzeuger in Europa entwickelt und hat große Ambitionen, diesen Wachstumspfad weiter zu verfolgen", führte Husmann aus. Dabei baue er auch auf die Investitionserfahrung von KKR und Viessmann.

Encavis verfügt nach eigenen Angaben über eine Erzeugungskapazität von aktuell rund 3,6 Gigawatt. Der Projektierer hat in der Vergangenheit auch mit Energieversorgern wie dem Freiburger Energieversorger Badenova kooperiert. (dpa/dz)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper