Die Stadtwerke Hamm haben mit der Einführung einer neuen komplexen App nach eigenen Angaben in Zeiten von Corona unverhofft eine Punktlandung geschafft: Gemeinsam mit der Agentur Endios aus Hamburg hatte man schon 2019 mit der Entwicklung einer App-Lösung begonnen. Das Endios-Produkt sei dabei genau das gewesen, was man gesucht habe: ein Baukastensystem mit offenbar uendlich vielen Möglichkeiten, Content aus unterschiedlichen Bereichen zu bündeln.
Schon der erste Aufschlag der App sei ein Erfolg gewesen, so die Stadtwerke Hamm. Schon nach 14 Tagen sei hamm: fast 8000 Mal heruntergeladen worden, Anfang April waren es mehr als 10.000 Downloads – und die Zahlen steigen weiter. "Durch die fortschreitende Corona-Krise hatte unser neuer Kommunikationskanal plötzlich eine völlig neue Bedeutung erlangt", so die Stadtwerke Hamm. Umgehend habe man daher auf der Startseite "Mein Hamm" eine Rubrik über aktuelle Informationen zum Virus eingerichtet, die rund um die Uhr von Kollegen im Rathaus mit Informationen versorgt wird.
Videofunktion vorhanden
Eine Videofunktion ermögliche es, regelmäßig dringende Videobotschaften des Oberbürgermeisters sofort zu übertragen. Per Push-Nachricht sind die User von hamm: sofort auf dem aktuellen Stand über neue Regelungen und Vorgaben in der aktuellen Situation. Aber auch aufmunternde Videos wie zum Beispiel zur herrlichen Baumblüte in Hamm, sollen die Bürger in diesen schweren Zeiten aufmuntern. Selbst die ortsansässigen Medien, wie Lokalzeitung und lokaler Radiosender, hätten auf diese Infos zurückgegriffen die App in ihre Berichterstattung positiv einbezogen, so die Stadtwerke.
Auf der eigene Startseite „Meine Stadtwerke“ veröffentliche man alle aktuellen Meldungen. Hier habe man den Fokus direkt auf die Online-Services umgestellt, da zum Beispiel das Kundenzentrum geschlossen werden musste.
Die Startseite „Mobilität“ lieferte Informationen zum ÖPNV aus erster Hand.
Neues Endios-Produkt "One"
"Das Alleinstellungsmerkmal von kommunalen Stadtwerken, die Nähe zum Kunden, zum Bürger bewährt sich gerade in schwierigen Zeiten. Kommunikation war für uns auch schon vor der Krise trotz des härter werdenden Wettbewerbs immer noch viel mehr als nur Vertriebsförderung", betonen die Stadtwerke Hamm. Damit übernehme man Verantwortung für die gesellschaftlichen Belange der Stadt und der Kunden. Bei der App handelt es sich um das neue Endios-Produkt "One", die Nachfolge-Generation der Stappy-App. Mit hamm: gehöre man zu den ersten erfolgreichen Umsetzungen von "One", so die Stadtwerke.
"Nachbarschaft hilft" als Hilfsplattform
Hilfe bietet auch die Landingpage "Nachbarschaft hilft" im Rahmen des GIPS-Projekts (Gemeinsame Internet Plattform für Stadtwerke) von der Hehner Reus Systems GmbH. Diese lasse sich demnach in den Webauftritt integriert oder als eigene responsive Website umsetzen, erklärt das Unternehmen. Auf dieser von den Stadtwerken bereitgestellten Plattform finden Hilfesuchende, die aufgrund der Corona-Krise beispielsweise gerade nicht das Haus verlassen dürfen, Hilfs-Angebote von Nachbarn und anderen Menschen aus der Region. Es gehe dabei um alltägliche Dinge wie Gassi gehen oder Lebensmittel einkaufen.
Die Helfer können ihre Angebote einfach online einreichen. Daraufhin sichten die Stadtwerke dieses Angebot und schalten es frei. Aber auch Gastronomen können die Landingpage nutzen, um dort ihre Abhol- und Lieferdienste zu veröffentlichen. Die Bereitstellung der Website erfolge innerhalb weniger Tage, sodass die Stadtwerke mit Ihrer Hilfe-Plattform in kürzester Zeit online gehen können. Die Stadtwerke Uetersen setzen eine solche Landingpage bereits ein: https://www.stadtwerkeuetersen.de/nachbarschaftshilfe/Wir-halten-zusammen-ue-Nachbarschaft-hilft-in-Uetersen-und-Umgebung.html. Für die Endkunden enstehen laut dem aktuellen Konzept keine Kosten – allerdings liege diese Entscheidung ganz allein beim jeweiligen Stadtwerk: Dementsprechende Schnittstellen könne man auf Anfrage umsetzen. (sg)



