Die Internetseiten der Mainzer Mobilität, der Mainzer Stadtwerke, der Mainzer Netze Gesellschaft und des Taubertsbergbads können derzeit nicht aufgerufen werden. Alles was normalerweise über diese Seite abgewickelt werde, funktioniere zurzeit nicht, sagt Pressesprecher Michael Theurer dem Südwestrundfunk SWR.
Am Sonntag wurde bekannt, dass die Mainzer Stadtwerke, aber auch der Darmstädter Energieversorger Entega Opfer von Hackerangriffen wurden. Bei Entega funktionieren aktuell die E-Mail-Konten der rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Internetseiten des Unternehmens nicht, sagte Entega-Sprecher Michael Ortmanns der dpa. Die sogenannte kritische Infrastruktur, die Entega mit seinen Strom-, Gas- und Wassernetzen betreibt, sei aber gesondert geschützt und nicht betroffen. Entwarnung gibt es hier auch von den Mainzer Stadtwerken.
Keine Kundendaten betroffen.
«Es besteht keine Gefahr von Versorgungsausfällen», betonte Ortmanns. «Auch sind nach jetzigem Stand keine Kundendaten von dem Angriff betroffen.» Ein Expertenteam des hessischen Innenministeriums sowie des Landes- und Bundeskriminalamtes mache sich ein umfassendes Bild und habe umgehend wirksame Gegenmaßnahmen gegen den kriminellen Angriff eingeleitet. Gleiches war von den Mainzer Stadtwerken zu hören.
Die Attacke habe sich in der Nacht ereignet. Die Folgen werden voraussichtlich einige Tage zu spüren sein. Über den Hintergrund des Hackerangriffs gebe es noch keine gesicherten Erkenntnisse, sagte der Sprecher.
Ursache: Gehackter IT-Dienstleister
Auch die Frankfurter Entsorgungs- und Service-Gruppe (FES) ist betroffen. Gehackt wurde der IT-Dienstleister, den man mit Entega nutze. Auch die Unternehmensgruppe Mainzer Stadtwerke, wie inzwischen bekannt wurde, nutzt denselben IT-Dienstleister und ist von dem Hackerangriff betroffen. FES habe vorsichtshalber sämtliche Server, die mit dem Dienstleister verbunden sind, vom Netz genommen, teilte die Stadt Frankfurt am Montag mit.
Auch hier seien keine Kundendaten betroffen. Auch alle kommunalen Dienstleistungen der FES-Gruppe wie Entsorgung, Straßenreinigung und das Müllheizkraftwerk seien uneingeschränkt möglich. Allerdings habe der Angriff die Online-Anmeldung für Sperrmüll sowie den Zugriff auf das Kundenportal für die Bürgerinnen und Bürger lahmgelegt. «FES ist auf solch einen Fall gut vorbereitet», hieß es in einer Mitteilung. «Wie lange die jetzige Situation anhält, hängt davon ab, wann das Rechenzentrum in Darmstadt seinen Betrieb wieder aufnehmen kann.» (dpa/sg)



