Im privaten Gebrauch sind Clouds längst Alltag. Im Business-Bereich ziehen viele Unternehmen gleich. Einige zögern jedoch und beurteilen Cloud Computing trotz enormer Vorteile mit Blick auf die Sicherheit kritisch – vor allem dann, wenn gesetzliche Regularien oder datenschutzkritische Anwendungen Bestandteile der Geschäftsmodelle sind. Als Lösung werden hybride Modelle entwickelt, die die Komponenten mehrerer „Datenwolken“ verbinden.
Mehr Fragen als Antworten bei reinen Public Clouds
Unternehmerische IT-Verantwortliche stellen im Vergleich zu privaten Nutzern differenzierte Anforderungen an Clouds. Die wichtigsten Fragen sind: Wo landen die gespeicherten Daten und Anwendungen? Wie sind sie bei einem Systemausfall gesichert? Welche Kosten kommen auf das Unternehmen für die Anzahl der Zugriffe und den Daten-Traffic zu? Ist eine Anpassung an die eigenen Bedürfnisse umsetzbar? Zu welchen Konditionen kann die Cloud wieder verlassen werden?
Aufgrund dieser oft unbeantworteten Aspekte beschließen Unternehmen weiterhin, auf Cloud-basierte Lösungen zu verzichten. „Vornehmlich ist es der physikalische Speicherort, der abschreckt, da viele Public-Cloud-Anbieter Daten außereuropäisch speichern und die EU-DSGVO-Konformität entfällt“, erläutert Christian Schüring, Senior IT-Projektleiter und langjähriger Experte im Bereich IT-Infrastrukturen und -Plattformen bei "rku.it". Große Vorteile, wie deutlich geringere Kosten, mehr Skalierbarkeit und die hohe Flexibilität können ihm zufolge dieses Risiko nicht aufwiegen.
Der Herner IT-Spezialist bietet eine Hybrid-Lösung – also die Kombination von Public und Private Clouds. „Dadurch ermöglichen wir unseren Kunden den Zugriff auf eine kontrollierte und gleichzeitig sichere Cloud“, betont Schüring die Vorteile. Hochperformante Hyperscaler, das heißt die großen Cloud-Provider, wie zum Beispiel Microsoft Azure, können so angebunden werden. „Dabei greifen die gewohnten Sicherheitselemente. So werden die Daten und Anwendungen in innereuropäischen Rechenzentren gespeichert", erklärt Schüring. Außerdem sind sie mit einer redundanten Sicherung ausgestattet, die bei möglichen Systemausfällen eingreift.
Zahlreiche Spezifikationen möglich
Microsoft Azure Cloud ist ein Hyperscaler, mit dem „rku.it“ zusammenarbeitet. Der Herner IT-Dienstleister verfügt nach eigenen Angaben über die höchste „Zertifizierungsstufe“ als Cloud Solution Provider (CSP) Tier 1 bei Microsoft. „Außerdem betreiben wir als eines von wenigen Unternehmen Deutschlands einen Azure Stack“, sagt Schüring. Dabei handelt es sich um eine On-Premise-Variante von Azure. Ein Großteil der in der Cloud verfügbaren Services könne somit aus den eigenen Rechenzentren angeboten und konsumiert werden. Für seine Kunden orchestriert "rku.it" die Kommunikation und das Vertragsmanagement mit den Hyperscalern und managt den laufenden Betrieb.
Damit lassen sich auch zahlreiche Spezifikationen umsetzen. Zum Beispiel gewinne das Thema Future Workplace zunehmend an Relevanz, so "rku.it". Ohne Cloud sei dies aber undenkbar und so würden sich mit der Hybrid-Cloud neue und moderne Modelle für den Arbeitsplatz der Zukunft umsetzen lassen: Die Mitarbeiter profitieren dabei unter anderem von dem flexiblen Zugriff auf eine individuell zugeschnittene Arbeitsumgebung auch außerhalb des Büros oder beispielsweise von der Integration und Konfiguration von Office 365. (sg)



