Damit Verteilnetzbetreiber sicher und fristgerecht bis zum 1. Oktober 2021 die umfangreichen Veränderungen im Rahmen des Redispatch 2.0 bewältigen können, arbeiten Kisters und die Schleupen diesem Thema zusammen, teilten beide Unternehmen mit. Die Kisters-Lösung für den Redispatch 2.0 und Schleupen.CS wurden demnach dazu aufeinander abgestimmt, so dass alle notwendigen Prozessschritte – von der Stamm- und Bewegungsdatenmeldung via Connect+, über Prognose, Engpassermittlung, Maßnahmendimensionierung und Abrufen unter Einbeziehung der Leitwarte bis hin zur Bilanzkreisbewirtschaftung und Ermittlung der Ausfallarbeit – abgedeckt werden.
Die Bilanzierung, Abrechnung und MaBiS-Kommunikation sollen dann in Schleupen.CS erfolgen. Der Funktionsumfang der Lösung lasse sich genau an die individuellen Anforderungen des Netzbetreibers anpassen. Während Kisters seine Stärken beim technischen REdispatch ausspielt, zeigt Schleupen seine Qualität in den kaufmännischen Prozessen.
Durchgängige skalierbare Lösung
„Wir bieten unseren Kunden ein skalierbares, hoch automatisiertes Softwarepaket, das es Verteilnetzbetreibern ermöglicht, die neuen Prozesse regelkonform und mit geringen Betriebskosten abzuarbeiten. Der modulare Aufbau hilft, die Lösungskomponenten optimal in die unternehmensindividuelle Software-Landschaft zu integrieren“, sagt Markus Probst, Vertriebsleiter Energie der Kisters AG, über die Vorteile der Lösung.
„Wir freuen uns, dass wir durch diese Zusammenarbeit unseren Kunden zu Redispatch 2.0 eine durchgängige, zuverlässige Lösung für den gesamten Prozess anbieten können“, beschreibt Volker Kruschinski, Vorstandsvorsitzender der Schleupen AG, die Motivation für die enge Anbindung. „Kisters unterstützt Verteilnetzbetreiber mit ausgereiften mathematischen Verfahren wie Prognosealgorithmen, Netzzustandsanalyse und Maßnahmendimensionierung mit künstlicher Intelligenz. Gemeinsam mit unserer effizienten Abrechnungslösung sind Verteilnetzbetreiber bestens gerüstet.“
Schnittstelle auch für Drittsysteme
Im Herzstück der Redispatch-2.0-Lösung arbeitet der RAIDA-Connector, der Nachrichten versendet und empfängt, Daten an die Umsysteme verteilt und das Monitoring übernimmt. Für den Bereich Prognose übernimmt die Lösung sowohl das Management und Scoring externer und eigener Prognosen als auch die hochautomatisierte Prognoseerstellung. Die Netzbetreiberkoordination reicht von der Netzzustandsanalyse bis hin zur Schaltungsplanung. Abrufe werden automatisch umgesetzt. Auch die Bilanzkreisbewirtschaftung wird mit Fahrplanversand und Ersatzenergiebeschaffung im Kurzfristhandel vollständig abgedeckt.
Die reibungslose Zusammenarbeit der beiden Lösungen funktioniert über eine eigens entwickelte ereignisgesteuerte Schnittstelle, über die die abrechnungsrelevante Ausfallarbeit bzw. Differenzmenge an das Abrechnungs- und EDM-System übergeben wird. Als fachbezogene REST-Schnittstelle sei sie auch universell für Drittsysteme geeignet.
Zügige Umsetzung
Dem Markt stehe damit eine leistungs- und voll funktionsfähige Lösung für den Redispatch 2.0 aus der Cloud zur Verfügung. Für ein komplexes Thema wie den Redispatch 2.0 sei die Frist bis zum 1. Oktober jedoch nicht mehr lang. "Denn trotz schnell einsatzbereiter Standard-Software werden die Unternehmen Zeit benötigen, um ihre internen Abläufe auf die neuen Prozesse auszurichten und zu erproben. Wenn viele erst im September kommen, wird eine fristgerechte Umsetzung sehr schwer – selbst mit zwei so gut erprobten IT-Plattformen wie unseren“, warnen Schleupen und Kisters. (sg)
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