Auch der einzige Gasspeicher Mecklenburg-Vorpommerns in Kraak, betrieben vom Hansewerk, ist mit 83 Prozent weiterhin gut gefüllt.

Auch der einzige Gasspeicher Mecklenburg-Vorpommerns in Kraak, betrieben vom Hansewerk, ist mit 83 Prozent weiterhin gut gefüllt.

Bild: © Jens Büttner/dpa

Von Andreas Baumer

Wie erwartet, steigt die Gasspeicherumlage im Januar auf einen neuen Höchstwert. Dann fallen 2,99 Euro pro Megawattstunde (MWh) Gas an, wie der Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (THE) bekanntgab. Bislang liegt die Umlagenhöhe bei 2,50 Euro pro MWh.

Im ersten Schritt müssen Gasversorger die neue Umlage entrichten. In welchem Umfang und wann sie entstandene Kosten an Verbraucher weitergeben, ist ihnen überlassen. Würde die Umlage vollständig weitergegeben werden, würde sich die Kilowattstunde (kWh) für Haushalte um rund 0,05 Cent verteuern. Zuletzt lag der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte laut BDEW-Analyse bei 10,91 Cent pro kWh.

Gasspeicherumlage: Verfünffachung seit Einführung

Der Anstieg dürfte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass die Umlage ab kommendem Jahr nur noch bei Verbrauchern in Deutschland erhoben werden soll und nicht mehr an Grenzübergangspunkten mit Nachbarländern wie Österreich oder Tschechien. Eine entsprechende Änderung im Energiewirtschaftsgesetz muss noch vom Bundestag beschlossen werden, ist von THE aber bereits eingepreist.

Die Gasspeicherumlage war auf dem Höhepunkt der Energiekrise eingeführt worden. Um eine ausreichende Befüllung von Gasspeichern zu gewährleisten, darf der Marktgebietsverantwortliche THE im Auftrag der Bundesregierung Gasbefüllungsausschreibungen durchführen oder sogar selbst Gas zur Speicherbefüllung einkaufen. Davon machte THE im Sommer 2022 auch reichlich Gebrauch. Unter anderem wurde der im Frühjahr 2022 fast leere Gasspeicher in Rehden befüllt – und das in Zeiten, als die Gaspreise steil nach oben gingen.

Als die Gasspeicherumlage im Oktober 2022 erstmals erhoben wurde, lag der Wert noch bei 59 Cent pro MWh. Danach ging es schrittweise hinauf. Im Juli 2023 ging es 1,45 Euro pro MWh hoch, im Januar 2024 auf 1,86 Euro pro MWh und im Juli dann auf 2,50 Euro pro MWh.

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