Auf den Rohren einer Wasserstofferzeugungsanlage ist ein Aufkleber mit der Aufschrift «Wasserstoff» angebracht. Die Stadtwerke in Deutschland haben den Grundsatz der Technologieoffenheit im geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) gelobt.

Auf den Rohren einer Wasserstofferzeugungsanlage ist ein Aufkleber mit der Aufschrift «Wasserstoff» angebracht. Die Stadtwerke in Deutschland haben den Grundsatz der Technologieoffenheit im geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) gelobt.

Bild: © Nicolas Armer/dpa

Von dem europäischen Wasserstoffvorhaben mit einem Volumen von bis zu 6,9 Milliarden Euro profitieren auch zwei Projekte in Bremen. Bund und Land planen eine gemeinsame Förderung von rund 65 Millionen Euro, wie das Wirtschaftsressort am 17. Februar mitteilte. Das Land werde sich mit 19,5 Millionen Euro beteiligen. 

Die beiden Projekte beinhalten den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffinfrastruktur in Niedersachsen und Bremen. Im Bremer Teil des Vorhabens "Clean Hydrogen Coastline" ist der Aufbau einer Wasserstoff-Elektrolyse in einer Größenordnung von 50 Megawatt am Standort Mittelsbüren beabsichtigt. Mit erneuerbaren Energien betrieben, kann Wasserstoff aus Elektrolyseuren etwa eine klimafreundliche Alternative zu Gas sein oder als Kraftstoff für Lkw benutzt werden. Im Bremer Teil des Projekts "HyPerLink" erfolgt der Aufbau einer Leitungsinfrastruktur, um Bremen an das entstehende Wasserstoffnetz anzubinden.

Mobilisierung zusätzlicher privater Investitionen

"Dies ist eine wesentliche Entwicklung, um Bremen als führenden Standort für grüne Wasserstofftechnologie zu etablieren und bietet gleichzeitig neue Perspektiven für kleine und mittelständische Unternehmen in unserer Region und stärkt Bremen als zukunftsfähigen Industriestandort", teilte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) mit. 

Die EU-Wettbewerbshüter hatten am 15. Februar grünes Licht für die milliardenschwere Förderung zur Unterstützung der Energiewende gegeben, wie die EU-Kommission mitteilte. Die Behörde geht davon aus, dass durch die Förderung zusätzlich private Investitionen von rund 5,4 Milliarden Euro mobilisiert werden dürften. Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.

Drittes IPCEI zur Förderung der Wasserstoffindustrie

Weil die Produktion von Wasserstoff offiziell als gemeinsames europäisches Interesse bestimmt wurde, ist das Vorhaben als sogenanntes "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) ins Leben gerufen worden. Dadurch gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstützt werden. Es ist bereits das dritte IPCEI zur Förderung der Wasserstoffindustrie. Ein ähnliches IPCEI gibt es etwa zur Unterstützung der europäischen Batterieindustrie. (dpa/hcn)

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