Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Bild: © Peterschreiber.media/AdobeStock

Die RWE Generation plant im niederländischen Limburg ein Projekt, um aus Restmüll Wasserstoff zu erzeugen und damit die Industrie bis ins Ruhrgebiet zu beliefern.

Zunächst soll Haushaltsrestmüll zu Rohstoffpellets verarbeitet werden, die dann im nächsten Schritt zur Wasserstofferzeugung dienen. Letzteres soll im Industriepark Chemelot in Limburg stattfinden und jährlich mehr als 200 Mio. Kubikmeter Erdgas ersetzen.

Lokale Vermarktung

Das bei der Wasserstofferzeugung freigesetzte CO2 könne abgetrennt und gespeichert oder ebenfalls als Rohstoff verwendet werden, so die Zukunftsvorstellungen der RWE-Tochter. Insgesamt könnten durch den Ersatz von Erdgas jedoch 380.000 Tonnen CO2 vermieden werden.

Der Wasserstoff soll im Industriepark vermarktet werden und könnte vorausgesetzt der entsprechenden Infrastruktur Unternehmen in Rotterdam und im Ruhrgebiet versorgen.

Investitionsentscheidung 2022

Bis es soweit ist, vergeht allerdings noch einige Zeit, denn das Projekt steht noch ganz am Anfang. RWE treibt vorerst das Genehmigungsverfahren voran, 2022 soll dann eine endgültige Investitionsentscheidung getroffen werden.

Parallel laufen Gespräche über weitere Einzelheiten des Projekts. Dazu gehört die Prüfung des multifunktionalen Gewerbegebiets Zevenellen (Leudal) als möglichem Standort für die Umwandlung der Reststoffe in Rohstoffpellets. Zudem laufen bereits erste Verhandlungen über die Wasserstoffbelieferung örtlicher Industriebetriebe. (lm)

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