Die im Golf-Kooperationsrat (GCC) zusammengeschlossenen Staaten am Persischen Golf haben das Potenzial, zu einer weltweit führenden Region für Produktion und Einsatz von „grünem“ Wasserstoff zu werden. Das zeigt eine Studie, die jetzt von Dii Desert Energy gemeinsam mit Roland Berger vorgelegt wurde. Die Autoren der Analyse sehen sowohl für die Erzeugung als auch für den Export wie auch die Ansiedlung darauf basierender Industrien hervorragende Möglichkeiten.
In der Golfregion seien Sonnen- und Windenergie im Überfluss vorhanden, so dass regenerativer Strom zu konkurrenzlos niedrigen Kosten erzeugt werden könne. Als Beispiel nennt die Studie eine aktuelle Ausschreibung in Saudi-Arabien mit Erzeugungskosten von 0,0085 Euro/kWh.
Langjährige Erfahrung vorhanden
In der vorhandenen Öl- und Gasindustrie sehen die Studienautoren ebenfalls einen wichtigen Pluspunkt. In der Region gebe es langjährige Erfahrung mit dem Bau und Betrieb großtechnischer Anlagen. Dieses Know-how sei bei Herstellung, Verarbeitung und Transport von regenerativ erzeugtem Wasserstoff oder daraus erzeugter Produkte wie zum Beispiel „grünem“ Ammoniak von großer Bedeutung. Zudem seien in der Region sowohl Investitionsmittel als auch Flächen für einen zügigen Ausbau von Solar- und Windenergie vorhanden.
Langfristig ist es laut der Studie möglich, zwischen 10 und 30 Prozent des europäischen Wasserstoffbedarfs zu decken. Es sei durchaus realistisch, dafür in den nächsten Jahrzehnten Erzeugungskapazitäten von bis zu 1.000 Gigawatt (GW) für Solar- und Windstrom zu schaffen. (amo)



