Karriere

Die größten KI-Trends für 2024

Immer mehr Unternehmen setzen auf Künstliche Intelligenz. Doch welche Entwicklungen können wir in diesem Jahr wirklich erwarten? Der neue "AI Trends Report" beweist: Im Vergleich zu letztem Jahr wird die KI unser Beruf- und Privatleben noch viel mehr transformieren.
07.02.2024

Auf der Datenautobahn geht's rund: Die KI soll qualitativ besser, transparenter und menschlicher werden. 

Das Jahr 2024 markiert eine Phase grundlegender Veränderungen und Neuerungen in der Welt der KI. Eine Voraussage, was in diesem Jahr konkret auf uns zukommen könnte, geben jetzt AI Hub Frankfurt und statworx mit ihrem "AI Trends Report 2024". 

In ihrem Einsatz wird die KI so flexibel sein, dass sie den Menschen in den meisten Aufgaben in den Schatten stellt.
AI Trends Report 2024

Eine vermenschlichte KI könnte uns alle überholen

Aktuell nutzen 12 Prozent der deutschen Unternehmen die KI. Dabei setzen laut Statistischem Bundesamt Großunternehmen ab 250 Mitarbeitenden mit 35 Prozent deutlich häufiger KI ein als mittlere (16 Prozent) oder kleine Unternehmen (10 Prozent). 

Nach dem "AI Trends Report 2024" sind AI Hub Frankfurt und statworx davon überzeugt, dass KI zu einer unverzichtbaren Säule der Unternehmensentwicklung geworden ist. Die erste große Veränderung sehen sie darin, dass die KI durch eine gesteigerte Produktivität die von vielen Mitarbeitern ersehnte 4-Tage-Woche ebnet. 

Desweiteren erwarten sie, dass eine omnimodale KI bald alle fünf menschlichen Sinne als Input verarbeiten kann: Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken. Damit wäre die KI dazu in der Lage, die Welt auf die gleiche Weise zu verstehen wie ein Mensch. Und vielleicht sogar noch besser, denn schließlich würde sie alle sensorischen Eindrücke in Echtzeit kombinieren und verarbeiten.

Sollte dies gelingen und die KI also auch Text, Bild, Stimme, Musik sowie tabellarische Daten gleichzeitig analysieren können, wird sie so flexibel sein, dass sie den Menschen bei den meisten Aufgaben in den Schatten stellen kann.

Das größte Ziel: Qualität statt Quantität

Der Report legt auch die Vermutung nahe, dass Kreativität durch KI eventuell neu definiert werden muss. Künftig richten Künstler ihre Fähigkeiten demnach weniger auf das Handwerkliche aus, sondern eher auf Tools, Daten und Prompts für KI-gestützte Co-Kreation. Es heißt aber auch, dass es am Ende immer noch die Kreativität des Mensches braucht, um aus dem globalen Durchschnittsergebnis etwas Individuelles zu schaffen.

Das größte Vorhaben in der KI-Entwicklung liegt darin, ab sofort die Qualität von Daten in den Fokus zu rücken. Das Ziel ist, eine KI zu erschaffen, die leistungsstärker, erklärbarer und eben auch menschlicher ist als bisher. Die Suche geht nach mehr Transparenz. Damit gewinnen Open-Source-Modelle an Bedeutung: Sie bieten mehr Flexibilität und Klarheit als Open AI. Davon widerum profitieren alle Branchen mit einzigartigen Anforderungen. 

Je raffinierter und besser die Tools werden, desto schwieriger wird es, vollständig KI-generierte Inhalte als solche zu erkennen.
AI Trends Report 2024

"Made in Europe" – Das neue Gütesiegel für KI?

Laut “German AI Startup Landscape 2023” gibt es in Deutschland mehr als 500 Start-ups, die der KI-Branche zuzuordnen sind. Im Vergleich zu 2022 entspricht das einem Wachstum von 67 Prozent. Dieser Trend wird anhalten, denn in Zukunft könnte eine transparente KI-Entwicklung, die hohe Sicherheitsstandards erfüllt, zum Aushängeschild für europäische KI-Firmen werden.

Den regulatorischen und rechtlichen Rahmen soll das neue Gesetz über Künstliche Intelligenz (AI Act) sichern – als Verordnung der Europäischen Union. Diese Qualitätssicherung ist unabdingbar: Je raffinierter und besser die Tools werden, desto schwieriger wird es, vollständig KI-generierte Inhalte als solche zu erkennen.

Auch 2024 wird es neue Fälle von Manipulationen und Betrug geben. Und jeder politische Skandal, der in Zukunft ans Licht kommt, kann von der Gegenseite als gefälscht dargestellt werden. Es braucht also dringend eine übergeordnete Instanz, um zwischen Fake und Wahrheit zu unterscheiden. 

Im Privatleben gibt es die größten Veränderungen 

Neben den Entwicklungen im Beruf werden laut "AI Trends Report" privat persönliche Assistenz-Bots in unser Leben treten: Sie koordinieren Termine oder erledigen Einkäufe. Diese "fremdgesteuerten" Konsum-Entscheidungen bestimmen unsere Wirtschaft neu. Laut des Reports sind die Möglichkeiten endlos: Die Bots werden Flüge buchen, Essen nach persönlichen Wünschen und Einschränkungen bestellen oder sogar entscheiden, welche Krankenversicherung die beste ist.

Das spart Unmengen an Zeit. Aber es stellt sich auch die Frage: Wie sehr gibt jeder von uns mit der Zeit die Übersicht im eigenen Leben auf? (ah)