Die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) haben über die HSG gut 2000 Werkswohnungen in Hamburg und Reinbek. Hier das Objekt Gotschedstraße.

Die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) haben über die HSG gut 2000 Werkswohnungen in Hamburg und Reinbek. Hier das Objekt Gotschedstraße.

Bild: © HSG © Google Maps/Google Earth © GeoBasis-DE/BKG

Die HSG Hanseatische Siedlungs-Gesellschaft mbH erhält zum 1. April einen neuen Geschäftsführer. Hauke Funk folgt auf Torsten Müller, dessen Vertrag ausläuft. Dies teilte die HSG-Mutter Hamburger Hochbahn am Freitag der Presse mit. Die HSG führt für Beschäftigte der Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) gut 2000 Werkswohnungen in Hamburg und der Nachbargemeinde Reinbek.

Funk (44) ist vom Fach. Der in Dithmarschen gebürtige Architekt ist aktuell bei einer Hamburger Baugenossenschaft Technischer Leiter. Er verantwortet damit den baulichen und technischen Unterhalt sowie Betrieb von 4900 Wohnungen und die Planung von Neubauten. Er verfügt über Berufserfahrung in verschiedenen städtischen und genossenschaftlichen Unternehmen.

Zehn Jahre Sanierungsprogramm

Der heute 52 Jahre alte Torsten Müller, sein Vorgänger, war seit Ende 2008 Geschäftsführer. Unter seiner Leitung habe sich "das Geschäftsergebnis der Gesellschaft stetig verbessert", teilt die Hochbahn mit. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr als 50 Mio. Euro in die Sanierung von Wohnungen gesteckt worden, steht auf der HSG-Website.

Konkreter will die HSG seit dem Jahresabschluss 2008 nicht werden, auch auf ZfK-Nachfrage nicht. Die Bilanz geht seither indirekt, über den der Hochbahn-Beteiligungsgesellschaft, in dem der kommunalen Holding HGV auf. Seit 2008 gibt es einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Hochbahn AG, und jene hat wiederum einen mit der HGV.

Niedrige Kaltmieten

Die HSG wurde 1934 gegründet. Im letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss 2007 machte sie bei gut elf Millionen Euro Umsatz einen Verlust von knapp einer Million Euro. Nur durch Saldierung mit einem Gewinnvortrag von 1,3 Millionen Euro wurde damals daraus ein Bilanzgewinn. Nimmt man an, dass die ausgewiesenen "Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung" zu 100 Prozent Mieteinnahmen waren und teilt sie unter der Prämisse einer Vollbelegung durch die 2000 Wohnungen, dann kommt man auf eine durchschnittliche Monatskaltmiete von nur 474 Euro im Hamburg und Reinbek vor zwölf Jahren. (geo)

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