Die Unternehmen der Wasserwirtschaft haben zum Teil große Probleme, freie Stellen adäquat zu besetzen.

Die Unternehmen der Wasserwirtschaft haben zum Teil große Probleme, freie Stellen adäquat zu besetzen.

Bild: © Bernd Geller/AdobeStock

Die SPD-Opposition im Landtag fordert eine Prämie für alle, die sich kurzfristig für eine Ausbildung in energierelevanten Bereichen entscheiden oder gerade damit begonnen haben. "Für die Energiewende fehlen zu viele Hände", begründete der Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Vogt, den am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellten Vorstoß der SPD zur Industriepolitik in NRW.

Bereits 2020 hätten nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in den Bereichen Energie-, Elektro- und Klimatechnik bundesweit zeitweise über 21.000 Arbeitskräfte gefehlt. Zu Beginn dieses Ausbildungsjahres habe es in NRW für 107.000 Stellen nur 98.000 Interessierte gegeben.

Prämie für Durchstarter

"Gleichzeitig suchen aber rund 35.000 junge Menschen in NRW noch einen Ausbildungsplatz", unterstrich Vogt. "Hier ist die Landesregierung gefordert, mehr Anreize zu schaffen."

Dies könne etwa eine als 13. Gehalt gezahlte Prämie für Durchstarter in der Energie-Branche sein - vor allem für Azubis im Handwerk.

Energie-Gipfel

Die SPD schlägt darüber hinaus vor, Gesellen und Meistern, die eine Weiterbildung im Energiebereich machen - etwa zu Solartechnikern oder Speichertechnik-Fachberatern - nach erfolgreicher Prüfung die Kursgebühren zu erstatten. Die Landesregierung müsse zudem ein konkretes Ziel zum Energiesparen benennen und Wege aufzeigen, wie es erreicht werden kann.

Dazu sei ein "Energie-Gipfel" hilfreich, der alle Akteure an einen Tisch bringe, um zu klären, welchen Anteil Wirtschaft, Kommunen, Land und weitere Beteiligte tragen könnten, erklärte Vogt. Außerdem fehle eine Informationskampagne. (dpa/jk)

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