E-Golf von VW, künftig möchte der Autobauer sich auf E-Mobilität konzentrieren.

E-Golf von VW, künftig möchte der Autobauer sich auf E-Mobilität konzentrieren.

Bild: © Volkswagen

Ein Tesla Model X ist in der Vollkostenrechnung günstiger als ein Audi Q7, der e-Golf von VW auf Augenhöhe mit dem Benziner, der Hyundai Ioniq Elektro schlägt den i30. Der Automobilclub ADAC hat acht Elektroautos mit Benzinern oder Dieselfahrzeugen verglichen. Das Fazit: Nimmt man alle Kosten eines Autos zusammen, vom Kaufpreis über Betriebs- und Wartungsaufwände bis zum Wertverlust, schneiden Elektroautos immer häufiger überraschend gut ab.

Teure Anschaffung, günstiger Betrieb

Spannend sei die Berechnung, weil sich - bei höherem Anschaffungspreis - über die Jahre die vergleichsweise geringen Wartungs- und Betriebskosten von Elektroautos in der Gesamtbilanz bemerkbar machen. Ergebnis im Falle des VW Golf: Die e-Version kommt nach ADAC-Berechnung  auf 48,6 Cent pro Kilometer, der vergleichbar ausgestattete 1.5 TSI Benziner auf 49,0 Cent. Das Dieselmodell (1.6 TDI) schneidet mit 47,0 Cent am günstigsten ab. In jedem Fall bewegt sich der e-Golf dank Umweltprämie auf Augenhöhe mit den Verbrennern. Auch der BMW i3s, der Hyundai Ioniq Elektro sowie der Smart Fortwo EQ schneiden im Vollkosten-Vergleich mit der Verbrenner-Konkurrenz besser ab.

Nicht auf Augenhöhe mit dem Verbrenner operieren die Elektromodelle aber bei der Reichweite. Der e-Golf schaffe 201 Kilometer, während der Golf Benziner 847 und der Diesel 1000 Kilometer bieten. In puncto Praxisreichweite überzeugt nach Ansicht des ADAC allenfalls das Model X von Tesla. Es komme mit einer Akkuladung 451 Kilometer weit.

Löwenanteil macht Wertverlust aus

In die Kostenberechnung des ADAC flossen sämtliche Aufwendungen ein, die beim Autofahren anfallen. Dazu gehören Versicherung, Kfz-Steuer, Ausgaben für Wartung und Reparaturen, Reifenverschleiß, Kraftstoff- und Stromkosten sowie eine Pauschale für die Wagenwäsche und -pflege. Den Löwenanteil aber macht der Wertverlust aus. Grundlage aller Berechnungen sei eine Haltedauer von fünf Jahren bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. (wa)

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