Das Sicherheitsfahrzeug Bobby fährt autonom Streife auf dem Campusgelände der Duisburger DVV.

Das Sicherheitsfahrzeug Bobby fährt autonom Streife auf dem Campusgelände der Duisburger DVV.

Bild: © DVV

Ein unbemanntes, autonomes Fahrzeug dreht seine Testrunden auf dem Campusgelände der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV). Das sei Deutschlandpremiere für diese Fahrzeuggattung und für den DVV-Konzern der Einstieg ins autonome Fahren.

Das „Bobby“ getaufte Fahrzeug soll die Sicherheitsabteilung des DVV-Konzerns unterstützen. Bobby soll nachts auf dem Campusgelände autonom Streife fahren. „Patrol“ nennt der chinesische Hersteller Neolix die Fahrzeugvariante, die mit Warnleuchten, Lautsprecher und Sicherheitstechnik auf dem Dach ausgestattet ist.

Bobby lässt sich auch fernsteuern

Das knapp 3 Meter lange und 1,8 Meter hohe Kleinfahrzeug wird elektrisch angetrieben und ist nicht für die Personenbeförderung geeignet. Ausgerüstet mit mehr als fünfzehn Sensoren, fünf Kameras und einem Touchscreen bewegt sich Bobby autonom in Schrittgeschwindigkeit. Das Fahrzeug ist mit der verbauten Technik in der Lage, eigenständig zu navigieren, Hindernissen auszuweichen und Bremsvorgänge auszuführen.

Aufgeschaltet wird die Datenübertragung auf die Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) des DVV-Konzerns. Von dort aus lässt sich Bobby auch fernsteuern, wenn das notwendig sein sollte.
 
Bis Bobby aber die Sicherheitsabteilung mit nächtlichen Patrouilleneinsätzen auf dem Campusgelände unterstützen wird, sind laut DVV noch weitere Testphasen erforderlich. Nach der Anlieferung musste das Fahrzeug zunächst das neue Einsatzgebiet „erlernen“. Dazu wurde das Campusgelände abgefahren und digital kartografiert. Im nächsten Schritt sollen Einsätze simuliert und die Sicherheitskräfte im Umgang mit dem Fahrzeug trainiert werden. (wa)

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