Die EnBW stellt die Weichen für das weitere Wachstum des Geschäftsbereichs Elektromobilität. Dafür bündeln die Karlsruher ihre operativen und strategischen Aktivitäten in einer eigenständigen Gesellschaft, der EnBW mobility+ AG & Co. KG (EnBW mobility+), wie es in einer Mitteilung des Energieversorgers heißt.
EnBW investiert nach eigenen Aussagen in den kommenden Jahren bis zu 100 Mio. Euro in den Ausbau der Elektromobilität. Die EnBW mobility+ soll als hundertprozentige Tochter ihre Tätigkeiten zum 1. Januar 2021 aufnehmen. Sie soll die Aktivitäten für Ladeinfrastruktur als auch Elektromobilitätsangebote bündeln.
Flexibleres Vorgehen auf dem Markt
Bei der Elektromobilität setzt das Unternehmen aus Karlsruhe zwei Schwerpunkte: digitale Lösungen für den Ladevorgang sowie den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur sowohl in Deutschland als auch international. Bereits heute betreibe EnBW das größte Schnellladenetz in Deutschland und Österreich, heißt es weiter.
Im kommenden Jahres will der Versorger die Anzahl seiner Schnellladestandorte deutschlandweit mehr als verdoppeln und auf 1000 erhöhen.Dafür nehme das Energieunternehmen im Schnitt täglich einen Schnellladestandort mit durchschnittlich drei bis vier Schnellladepunkten in Betrieb. Allein in den letzten drei Monaten habe die EnBW deutschlandweit fünf große Ladeparks eröffnet.
Internationalisierung im Fokus
Bis 2025 soll das eigene Schnellladenetz zudem auf eine Größe ausgebaut werden, die mit jener großer Tankstellenbetreiber vergleichbar ist. Bis 2025 sollen 2500 Schnellladestandorte errichtet sein.
Zusätzlich soll die neue EnBW-Tochter die Internationalisierung der E-Mobilitäts-Sparte vorantreiben. Aktuell gebe es bereits Kooperationen mit Anbietern in Österreich und der Schweiz, sowie in Frankreich, Italien und den Niederlanden. Das Angebot umfasse mehr als 100.000 Ladepunkte, an denen zum gleichen Preis "Strom getankt" werde.
Mit dem Gemeinschaftsunternehmen Smartrics EnBW wurde in diesem Jahr zudem ein Joint Venture gegründet, das unter der Konsortialführung der EnBW das größte Schnellladenetz Österreichs betreibe. Auch dort ist ein weiterer Ausbau geplant. (jk)



