Die Stadtwerke Osnabrück (SWO) haben die eigenen Ladekarten Ende vergangenen Jahres eingestellt und ihren Ladestrom-Kunden als Alternative eine Ladekarte von NewMotion zukommen lassen. Mit der Karte können E-Fahrzeuge europaweit an über 155.000 Ladepunkten geladen werden, teilt das kommunale Unternehmen mit.
Als Grund für die Maßnahme wird das stetig gewachsene Interesse an der E-Mobilität angeführt, auch dank der aktuell interessanten Kaufprämien für E-Fahrzeuge, heißt es auf ZfK-Anfrage. Kostenfreies Laden sei deshalb für bisherige und zukünftige E-Mobilisten als Anreiz nicht mehr entscheidungsrelevant. Stattdessen stünden aktuell die Reichweite und das Nachladen unterwegs im Fokus.
Fokus auf Ausbau der Infrastruktur
Zudem will sich der kommunale Versorger auf den zielgerichteten Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in der Region fokussieren. Gesteuert werde dies über das Tochterunternehmen OPG. Auch der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur soll über Stadtwerke-Angebote wie die E-Ladebox vorangetrieben werden.
Rund 80 Prozent der Ladevorgänge fänden mittlerweile zuhause oder gewerblich, bzw. am Arbeitsplatz statt, heißt es. Die Stadtwerke Osnabrück haben daher auch bereits mehr als 100 eigene E-Ladeboxen verkauft.
Osnabrück: Mehr als 100 öffentliche Ladepunkte
Die SWO haben 2009 mit dem Aufbau einer eigenen elektrisch betriebenen Fahrzeugflotte mit Autos und Bussen begonnen. Hinzu kam der Ausbau der zunächst öffentlichen und im späteren Verlauf auch privaten Ladeinfrastruktur und die Möglichkeit des bisher kostenfreien Ladens. Seit 2009 wurde insgesamt mehr als eine Mio. kWh Ladestrom an den öffentlichen Ladesäulen " der SWO getankt" – davon allein 25 Prozent in 2020. Insgesamt gibt es mehr als 100 öffentliche Ladepunkte in Osnabrück. (jk)



