Die kurzen Distanzen der Pflegedienste seien ideal für Elektromobilität, meint NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart.

Die kurzen Distanzen der Pflegedienste seien ideal für Elektromobilität, meint NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart.

Bild: © Tim Reckmann/pixelio.de

Besitzer von Elektroautos sollten nach Meinung von Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) von variablen Stromtarifen profitieren können. "Mit speziellen variablen Tarifen, die zu lastschwachen Zeiten den Strom günstiger anbieten, könnten hier entsprechende Anreize gesetzt werden", sagte Hauk am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Stromanbieter haben zwar teilweise besondere Tarife für das Laden von Elektroautos. Für Tarife, die sich nach der tatsächlichen Stromnachfrage und damit auch nach den aktuellen Strompreisen richten, fehlen aber bislang die notwendigen Verordnungen auf Bundesebene. Für die Messung und Abrechnung solcher Preismodelle müsse der Bundesgesetzgeber jetzt die nötigen Verordnungen erlassen, forderte Hauk.

Stresstest in Ostfildern

Die EnBW-Tochter Netze BW hatte in einem Versuch in einem Wohngebiet in Ostfildern getestet, wie Elektroautos das Stromnetz belasten. Der Stresstest von zehn gleichzeitig ladenden Fahrzeugen hatte nicht zu einer Überlastung des Netzes geführt, so ein Sprecher. Die Netze BW testete in dem Versuch auch, wie mit Hilfe von Algorithmen die Ladevorgänge gesteuert werden können, so dass das Netz optimal ausgelastet ist.

Das Netzlabor habe gezeigt, dass die zum Laden der E-Mobile benötigte Strommenge kein Problem darstelle. Auch deren Verteilung und zeitliche Verfügbarkeit seien beherrschbar. Damit die Netze für die wachsende Zahl von E-Autos gewappnet sind, investiert die EnBW-Tochter nach den Worten von Christoph Müller, Geschäftsführer der Netze BW, in den kommenden Jahren 500 Mio. Euro. Hauk forderte klare Rahmenbedingungen von der Bundesregierung, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. "Wir brauchen hier keine Denkverbote", sagte der Minister. (dpa/pm)

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