Mit jedem Mietvertrag kommt ein Ticket.

Mit jedem Mietvertrag kommt ein Ticket.

Bild: © Yvonne Liebold

Die Wohnungsunternehmen BGW und Freie Scholle sowie die Bielefelder Verkehrsbetriebe moBiel erkunden mit einem "Mieter-Abo", ob sich durch ein niedrigschwelliges Angebot das Mobilitätsverhalten erwachsener Fahrgäste hin zum Nahverkehr und zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln verändern lässt.

Das solidarische Abo funktioniert so: Mit dem Mietvertrag kauft der Haushalt auch ein ÖPNV-Ticket für 12,50 Euro im Monat. Die BGW und die Freie Scholle zahlen monatlich 2,50 Euro dazu. Durch die Menge an Tickets ließe sich so der niedrige Preis abbilden, erklären die Bielefelder Stadtwerke.

Am Projekt nehmen Neumieter:innen der beiden Wohnungsunternehmen teil. Dazu zählen auch Menschen, die sozial geförderten Wohnraum beziehen. Die BGW und die Freie Scholle planen zusammen mit bis zu 1700 Neumieter:innen jährlich.

Vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2023 läuft die Testphase. Nun wurde das Verhalten der Ticket-Besitzer im ersten Jahr erfragt. Etwa 60 Prozent von ihnen besaßen demnach zuvor keine ÖPNV-Zeitkarte. Mehr als die Hälfte gab an, ohne Abo viel weniger mit Bus und Stadtbahn zu fahren.

Umdenken zu Pkws

Das Mieter-Abo trage laut der Mehrzahl der befragten Fahrgäste dazu bei, dass der ÖPNV eine vollwertige Alternative zum eigenen Pkw wird. Knapp ein Drittel der Befragten denkt nach eigener Aussage sogar über die Abschaffung des eigenen Pkw im Falle einer dauerhaften Fortführung des Tickets nach.

"Durch das solidarische Mieter-Abo steigen viele Kundinnen und Kunden auf Bus, Stadtbahn und Sharing-Produkte wie 'meinSiggi' um. Dadurch sparen sie nicht nur Geld, sondern leisten außerdem einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende", erklärt Cornelia Christian, Leiterin des Kundenmanagements bei moBiel. (pfa)

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