Die Zukunftsoffensive E-Bus wurde in Hannover der Öffentlichkeit präsentiert (v.l.): Hauke Jagau (Regionspräsident), die Üstra-Vorstände Volkhardt Klöppner und Denise Hain und Ulf-Birger Franz (Aufsichtsratsvorsitzender der Üstra).

Die Zukunftsoffensive E-Bus wurde in Hannover der Öffentlichkeit präsentiert (v.l.): Hauke Jagau (Regionspräsident), die Üstra-Vorstände Volkhardt Klöppner und Denise Hain und Ulf-Birger Franz (Aufsichtsratsvorsitzender der Üstra).

Bild: © Üstra

Die hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra stellen den Busbetrieb in der Innenstadt in den nächsten fünf Jahren komplett auf reinen E-Antrieb um. Dieses Großprojekt kann die Üstra vor allem durch die Fördermittel von Bund und Land umsetzen: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie die Landesnahverkehrsgesellschaft bezuschussen das Projekt mit 22,7 Mio. Euro beziehungsweise 3,3 Mio. Euro.

Aus dem Bundestopf erhält die Üstra für das E-Bus-Projekt somit rund ein Viertel des 96-Mio.-Euro-Topfes für ganz Deutschland. Insgesamt werden sich die Kosten für die Zukunftsoffensive E-Bus auf circa 53 Mio. Euro belaufen, gab die Üstra bekannt. 27 Mio. Euro werden die Verkehrsbetriebe aus eigener Tasche zahlen.

48 neue E-Busse bis 2023

Das erste Ziel soll bereits im März 2020 erreicht werden – dann soll die Linie 100/200 vollelektrisch fahren. Aktuell sind hier bereits drei E-Busse im Pilotbetrieb unterwegs. Im Anschluss sollen weitere Linien hinzukommen, so dass bis 2021 das komplette Liniennetz im Bereich der Umweltzone elektrisch bedient werden kann.

Um dies gewährleisten zu können, müssen bis 2023 insgesamt 48 neue Fahrzeuge angeschafft werden. Dabei soll es sich um 18 E-Gelenkbusse (18 Meter lang) und 30 Standard-E-Busse (12 Meter lang) handeln. Zusätzlich muss an den Betriebshöfen schrittweise die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Durch die Umstellung auf einen reinen E-Antrieb will Üstra jährlich 3,8 Tonnen CO2 einsparen – das entspricht dem Schadstoffausstoß von knapp 2500 Autos.

Ausgeklügeltes Ladesystem

Bei der Ladeinfrastruktur setzt die Üstra auf Altbewährtes, nämlich auf das bereits im Rahmen des Pilotprojekts entwickelte Ladesystem, da es sich auf der Linie 100/200 sowohl im erfolgten Testbetrieb als auch im laufenden Betrieb bewährt habe, erläutert Denise Hain, Üstra-Vorstand Betrieb und Personal. Die Busse werden beim Einlaufen in den Betriebshof über eine Schnellladesäule vollgeladen. Über Ladehauben, die an der Decke der Abstellhalle installiert sind, wird in der Nacht eine Erhaltungsladung durchgeführt. Tagsüber wird dann an Ladepunkten auf der Strecke nachgeladen. Die Ladepunkte befinden sich an den Endpunkten der Linien. Mit 450 kW erfolgt über ein konduktives Ladesystem eine Schnellladung. Dafür fährt der Bus unter die Ladesäule und verbindet den auf dem Busdach installierten Pantographen mit der Ladehaube. (hol)

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