ÖPNV

Alternativen zum Auto bieten

Immer mehr Fahrgäste bei der Hamburger Hochbahn. Wer aber Busse und Bahnen nicht nutzt, muss anders abgeholt werden.
26.06.2018

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Batteriebusse durch Hamburg rollen.

Die Hamburger Hochbahn hat 2017 fast 15 Mio. mehr Fahrgäste in ihren Bussen und U-Bahnen befördert als im Jahr zuvor. Die Zahl kletterte um 3,3 Prozent auf den Rekordwert von 458,8 Millionen. Der Verlust sank um 6 Mio. auf 44,9 Mio. Euro; der Kostendeckungsgrad erreichte 92,9 Prozent.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Senator Frank Horch, lobte: „Die steigenden Fahrgastzahlen und das hervorragende Wirtschaftsergebnis zeigen, dass wir mit dem Mobilitätsangebot auf dem richtigen Weg sind. Großprojekte wie U-Bahn-Netzausbau und barrierefreier Umbau des Bestandssystems liegen exakt im Kosten- und Zeitplan. Gleichzeitig sind im vergangenen Jahr die entscheidenden Voraussetzungen für die Elektrifizierung der kompletten Busflotte geschaffen worden."

Umstellung auf emissionsfreie Antriebe läuft

Das Unternehmen habe die Umstellung der kompletten Busflotte auf emissionsfreie Antriebe eingeläutet. Parallel dazu laufe der Aufbau der Infrastruktur für Stromversorgung, Ladetechnik, Werkstätten und Steuerungssysteme. Anfang kommenden Jahres soll der neue Busbetriebshof Gleisdreieck in Betrieb gehen – der erste, der komplett auf E-Mobilität ausgerüstet sei. Dieselbusse sind für die Hochbahn ein Auslaufmodell, im kommenden Jahr werden sie letztmals angeschafft.

Eine immer wichtigere Rolle spielen neue Mobilitätsangebote – Bike- und Carsharing oder Ridepooling. „Wir müssen schlicht zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht jeden zum Umstieg in Busse und Bahnen motivieren können", erläutert Hochbahn-Chef Henrik Falk. Die neuen Mobilitätsangebote, die näher am Pkw liegen, ergänzen den öffentlichen Nahverkehr. Durch die Digitalisierung werde „Shared Mobility“ zum Standard innerstädtischer Mobilität. (wa)