Auch wenn das Free-Foating-Prinzip bequemer ist, die Umwelt verkraftet stationsgebundenes Carsharing deutlich besser.

Auch wenn das Free-Foating-Prinzip bequemer ist, die Umwelt verkraftet stationsgebundenes Carsharing deutlich besser.

Bild: © Daimler

Bislang ist das Bezahlsystem des Carsharing-Anbieters Car2go ziemlich einfach. Neben einer einmaligen Anmeldegebühr zahlen User je nach Automodell pro Minute ein paar Cent. Künftig soll sich das ändern, denn Daimler flexibilisiert die Preie je nach Auslastung der Flotte.

Wer künftig in Ballungsräumen und zur Rush-Hour unterwegs ist, muss damit rechnen, mehr zu bezahlen als Nutzer, die sich ein Auto an wenig angefahrenen Standorten mieten. Bei Fahrzeugen, die in Gebieten mit geringer Nachfrage ausgeliehen werden, fällt der Minutenpreis je nach Tageszeit um bis zu 20 Prozent.

Von 19 bis 39 Cent ist alles möglich

Mit der flexiblen Preispolitik erhofft sich Car2go eine stärkere Verfügbarkeit seiner Flotte. Fahrzeuge in wenig nachgefragten Gebieten sollen durch den finanziellen Anreiz schneller zurück in Ballungsgebiete gefahren werden. Nur dann stehen sie tatsächlich dort zur Verfügung, wo sie gebraucht werden. Um den günstigen Preis der weniger nachgefragten Autos auszugleichen, steigt der Minutenpreis für Autos an beliebten Standorten. Doch nicht nur der Startpunkt der Fahrt spielt eine Rolle, sondern auch die Tageszeit.

Bei ausgeglichener Nachfrage und an mittelmäßig nachgefragten Orten wird ein Minutenmittelwert von 26 Cent für die Abrechnung zu Grunde gelegt. Damit die Kosten zur Primetime an den Hotspots nicht ins Unermessliche steigen, ist der Maximalpreis auf 39 Cent pro Minute festgelegt. Umgekehrt ist auch die Ersparnis begrenzt, denn kein Auto ist unter 19 Cent pro Minute zu haben. (ls)

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