Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) nutzen ab sofort ein digitales Tool für die Planung der nächtlichen Betriebspausen der Stadtbahnen. Bislang planten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DSW21 noch händisch mittels Excel-Tabellen, wo die aktuell 121 Fahrzeuge für einen reibungslosen Betrieb am nächsten Tag am besten abgestellt werden.
Minuten statt Tage
Dies klinge banal, sei jedoch überaus komplex, teilten die DSW21 mit. Denn die Abstellanlagen haben unterschiedlich viele Gleise und Stellplätze. Außerdem bestehen die Züge je nach Linie aus ein, zwei oder drei Stadtbahnwagen. Dazu kommen regelmäßige Fahrplanänderungen oder auch Großveranstaltungen wie etwa die Heimspiele von Borussia Dortmund.
Vorgesehen ist darüber hinaus, die Flotte auf 145 Fahrzeuge zu vergrößern. Bisher hätten diese Planungen oft mehrere Tage gedauert. Jetzt liefere die Software bereits nach wenigen Minuten Ergebnisse. "Für uns ergibt sich eine enorme Effizienzsteigerung", erklärte Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger.
Programmiert hat das Tool das Institut für Transportlogistik an der Technischen Universität Dortmund. Es enthält sowohl Linien- und Fahrpläne als auch viele weitere Informationen. Dem wissenschaftlichen Leiter, Professor Uwe Clausen, zufolge war die Programmierung eine herausfordernde und sehr spannende Aufgabe, "weil es keine Blaupause gab".
DSW21-Vorstand Jaeger ist überzeugt: "Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie wichtig und sinnvoll es ist, dass Unternehmen mit Forschung und Wissenschaft zusammenarbeiten." (dz)



