Ziel von Vivenu ist es, eine unendlich skalierbare, einheitliche Plattform zu entwickeln, die die Verwaltung, Vermarktung und Analyse von Ticketverkäufen mit viel weniger Aufwand als bisherige Systeme ermöglichen soll.

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Bild: © thanakorn/AdobeStock

Das 9-Euro-Ticket soll einen Nachfolger bekommen, verspricht die Bundesregierung. Im Gespräch sind derzeit Preise von 49 bis 69 Euro pro Monat. In einer Studie haben die Technische Universität München und die Hochschule für Politik München (HfP) mehr als 2000 Menschen mehrfach befragt. Dabei ging es auch um den Preis, den die Teilnehmenden für ein Nachfolgeticket bezahlen würden.

Demnach würden die Teilnehmenden durchschnittlich 52,39 Euro in der Metropolregion München ausgeben. Dieser Wert liegt leicht über der durchschnittlichen Angabe bei der nationalen Befragung. Hier waren es 47,74 Euro.

Die Münchner sind etwas großzügiger

Die Zahlungsbereitschaft hängt dabei vor allem von der individuellen finanziellen Situation der Einzelnen ab. Personen mit höheren Einkommen können sich laut der Studie vorstellen, bis zu 15 Euro mehr im Monat zu bezahlen als Menschen mit niedrigeren Einkommen.

Was besonders spannend ist: Die häufige Nutzung des Autos ist anscheinend kein Grund dafür, weniger für das Ticket auszugeben zu wollen. Die Zahlungsbereitschaft unterscheidet sich nicht vom Durchschnitt der anderen Studienteilnehmenden.

Anders sieht das bei Menschen aus, die ohnehin viel mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Hier steigt die Zahlungsbereitschaft um bis zu 18 Euro im Monat. Generell zeigt die Studie also, dass die derzeit diskutierten 49 Euro pro Monat für ein Nachfolgeticket sehr nahe an dem liegen, was die Bevölkerung im Durchschnitt bereit wäre zu zahlen.

Vor allem Auto-Vielfahrer sind öfter umgestiegen

Ein weiterer Aspekt der TUM-Studie ist die Verschiebung der Fahrten zwischen Auto und Nahverkehr. Hier gaben 8,6 Prozent der Befragten an, das Auto öfter stehen zu lassen und mehr mit Bus und Bahn zu fahren. Blickt man nur auf Personen die mindestens vier Tage in der Woche mit dem Auto unterwegs waren, liegt der Anteil sogar bei 18 Prozent.

Doch die Studie „Mobilität.Leben“ ist noch nicht abgeschlossen. Nun rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob die Angaben der Teilnehmenden auch mit der Realität übereinstimmen. Das Forschungsteam ist gerade dabei, die durch eine Smartphone-App mit Live-Tracking gewonnenen Daten zum tatsächlichen Mobilitätsverhalten auszuwerten. Erst dann ist eine abschließende Vorstellung aller Studienergebnisse möglich.

Insgesamt 2268 Personen haben an der Studie über den gesamten Zeitraum teilgenommen, 1349 von ihnen stammen dabei aus der Metropolregion München, 919 gehörten zur deutschlandweiten Kontrollgruppe. (wa)

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