Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wollen gerichtlich einen drohenden Streik der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verhindern. Das Unternehmen verweist darauf, Leidtragende des Streiks seien primär die Kundinnen und Kunden.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Sachsen am 1. März zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Leipzig und Dresden soll auch am 2. März gestreikt werden.
Mehrkosten in Millionenhöhe
Um den Streik untersagen zu lassen, habe die LVB eine einstweilige Verfügung am Arbeitsgericht Leipzig eingereicht, teilte das Unternehmen mit. Es erwartet durch die Tarifforderungen Mehrkosten in Höhe von zwölf Millionen Euro jährlich.
Durch einen Streik würde neben den Fahrgästen auch das Klima leiden – weil diese dann auf das Auto ausweichen müssten, führte die LVB aus. Eine Entscheidung seitens des Arbeitsgerichts lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor.
Mehrbelastung durch Personalmangel
Verdi wiederum beklagt eine "massive Mehrbelastung" der Beschäftigten wegen Personalmangels. Die Gewerkschaft fordert für sie unter anderem mehr Regenerationszeit. Sie kritisiert die "bisherige Abwehrhaltung der Arbeitgeber".
Eine für den 28. Februar in Chemnitz geplante zweite Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag Nahverkehr in Sachsen sei kurzfristig vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Sachsen abgesagt worden. (dz)
