Bild: © Siemens

München will seine U-Bahn-Flotte weiter verjüngen. Die Stadtwerke haben bei Siemens weitere 22 Züge des Typs C2 bestellt. Die neuen Fahrzeuge lösen zwischen 2022 und 2024 alte Züge vom Typ A ab.

Die C2-Züge bieten etwa zehn Prozent mehr Platz als die Altfahrzeuge. Sie haben 220 Sitzplätze und fassen rund 940 Fahrgäste. Das Auftragsvolumen für die Nachbestellung beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Euro.

Schwieriger Start

Seit 2016 sind 21 Züge des gleichen Typs in München im Einsatz. Wegen Zulassungs-Streitigkeiten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit der Bezirksregierung von Oberbayern standen sie zuvor mehrere Jahre ungenutzt in den Depots.

Aus einer ersten Nachbestellung von 24 weiteren gleichartigen Fahrzeugen sind seit wenigen Wochen sechs auf der Schiene unterwegs, die weiteren werden demnächst ausgeliefert und sukzessive in Betrieb genommen. Mit der nun verkündeten zweiten Nachbestellung erhöht sich die Gesamtzahl der C2-Züge im Münchner Netz bis 2024 auf 67 Stück mit insgesamt 402 Wagen.

Ingo Wortmann, MVG-Chef und SWM-Geschäftsführer Mobilität: „Mit den neuen C2-Zügen setzen wir die Verjüngung unserer U-Bahn-Flotte konsequent fort. Für unsere Fahrgäste bedeutet das vor allem mehr Platz und mehr Komfort. Über die nächsten zehn Jahre wollen wir alle alten A- und B-Wagen ausmustern und unsere U-Bahn künftig ausnahmslos mit modernen Hochleistungszügen betreiben. Damit bringen wir bereits ohne weitere Taktverdichtungen rund 5000 Plätze mehr auf die Schiene.“

Regierung will „konstruktiv begleiten“

Weil der Konflikt zwischen MVG und Bezirksregierung um die Zulassung von Tram- und U-Bahnen fast schon Tradition hat, wird in der Pressemeldung auch Maria Els zitiert, Regierungspräsidentin von Oberbayern: „Die Technische Aufsichtsbehörde der Regierung von Oberbayern wird die Zulassung der neuen Münchner U-Bahnzüge in bewährter Weise konstruktiv begleiten“, verspricht sie. Durch die Nachbestellung eines bereits vorhandenen Zugtyps sei das Zulassungsverfahren zügig durchführbar. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit Siemens, den SWM und der MVG erneut einen wichtigen Beitrag für die Verkehrswende leisten“, so Els. (wa)

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