Bild: © J.C. Huesch/stock.adobe.com

Der Deutsche Städtetag hat die Bürger aufgefordert, trotz der anhaltenden Corona-Krise wieder verstärkt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich Fahrpersonal oder Fahrgäste überdurchschnittlich im Nahverkehr mit dem Coronavirus angesteckt hätten", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Wochenende.

Maskenpflicht wirkt

Das zeige, dass die Schutzmaßnahmen wirkten, auch die Maskenpflicht. "Und wer wieder gerne unter den aktuellen Corona-Bedingungen ins Restaurant geht, kann mindestens genauso gut in den Bus, die U-Bahn oder die Straßenbahn steigen", betonte Dedy. Die Verkehrswende hin zu nachhaltiger Mobilität dürfe nicht durch das Coronavirus ausgebremst werden.

Auslastung zwischen 40 bis 60 Prozent

Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs war seit März stark zurückgegangen. Nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VdV) sank die Zahl der Fahrgäste während des Lockdowns auf 20 Prozent des üblichen Aufkommens. Inzwischen fahren wieder mehr Menschen Bus und Bahn, doch die Lage der Verkehrsbetriebe bleibt angespannt. Mitte Juni lag die Nutzung bei 40 bis 60 Prozent.

"ÖPNV fährt weiter mit vollem Angebot"

Forderungen, die Maskenpflicht etwa im Einzelhandel abzuschaffen, wies Dedy zurück. Dies wäre viel zu riskant, schließlich könne gerade in der Ferienzeit immer noch jede Region von einer Infektionswelle getroffen werden. Die Maskenpflicht schaffe Vertrauen. Das sei für den öffentlichen Nahverkehr entscheidend, denn viele Menschen seien aus Sorge vor Ansteckung auf Auto oder Fahrrad umgestiegen. "Busse und Bahnen", so der Spitzenfunktionär, "fahren aber weiter mit vollem Angebot".

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