Foto: © Transdev

Thierry Mallet, Chef des französischen Verkehrskonzerns Transdev, fordert angesichts der Corona-Krise einen EU-Fonds für den öffentlichen Nahverkehr. Der Fonds soll es Betreibern ermöglichen, ihre Tätigkeit während der Krise fortzusetzen, könne aber auch als Katalysator für wirtschaftliches Wachstum dienen, wenn die Pandemie abgeklungen ist, schreibt Mallet in einem offenen Brief.

Obwohl die Fahrgastzahlen zusammengebrochen seien, sorgten private und öffentliche Unternehmen weiter für die Kontinuität des ÖPNV. Die Krise führe jedoch wegen hoher Fixkosten zu einem gewaltigen finanziellen Engpass, so der Transdev-Chef.

Keine Rückkehr zur Normalität

Für die nächste Zeit ist Mallet zunächst einmal pessimistisch. Die Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen werde keine Rückkehr zur Normalität für den öffentlichen Verkehr bedeuten. Die Einnahmen, so seine Prognose, dürften aufgrund geringerer Fahrgastzahlen niedriger bleiben. Die Kosten dagegen steigen demnach deutlich, weil ausreichende Kapazitäten angeboten werden müssen, um akzeptable Abstände in den Zügen und Bussen zu ermöglichen.

Der teilstaatliche französische Verkehrskonzern Transdev betreibt mit seiner deutschen Tochter beispielsweise die Bayerische Oberlandbahn und die Nordwestbahn. (dpa/wa)

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