ÖPNV

VCD fordert 15 Milliarden Euro mehr für Bus und Bahn

Der ökologische Verkehrsclub hält den Nahverkehr für deutlich unterfinanziert. Mittel sollen in den Ausbau des Angebots fließen.
29.08.2022

Um Verkehr vom Auto auf Busse und Bahnen zu verlagern, muss das Angebot attraktiv sein.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert Bund und Länder auf, für Ausbau und Betrieb von Bus und Bahn jährlich mindestens 15 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. „So viel ist nötig, um den Menschen auch künftig ein bezahlbares Nahverkehrsticket anzubieten und den öffentlichen Nahverkehr für die Verkehrswende bereitzumachen“, sagte die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann.

Mit dem Geld soll zum einen eine Nachfolge für das 9-Euro-Ticket finanziert werden. Wenn die Menschen vom Auto in Busse und Bahnen umsteigen sollen, müsse es ein dauerhaftes Angebot geben, das einfach und erschwinglich ist. Haarmann: „Das 9-Euro-Ticket hat gezeigt, dass es geht. Dieser Impuls darf nicht verpuffen.“ Auch gestiegene Energie- und Personalkosten müssten ausgeglichen werden, damit die Fahrpreise bezahlbar bleiben.

Es muss gute Alternativen zum Auto geben

Der Großteil der zusätzlichen Mittel soll in den Ausbau des Angebots fließen. Um die Verkehrswende zu schaffen, müsse das Bus- und Bahnangebot deutlich ausgebaut werden. Das gelte in den Städten wie auf dem Land. „Es reicht nicht, den Menschen zu sagen, sie sollten ihr Auto stehenlassen. Sie müssen auch gute Alternativen haben“, erläutert Haarmann. Und die entstünden nur, wenn der Staat in das Angebot investiere.

Der VCD fordert Bund und Länder auf, die 15 Milliarden zügig bereitzustellen und bereits für die Haushalte des kommenden Jahres einzuplanen. (wa)