Der baden-württembergische Landesverband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte die Einnahmeausfälle durch den Corona-Lockdown in dem Bundesland auf etwa 360 Millionen Euro für das laufende Jahr geschätzt.

Der baden-württembergische Landesverband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte die Einnahmeausfälle durch den Corona-Lockdown in dem Bundesland auf etwa 360 Millionen Euro für das laufende Jahr geschätzt.

Bild: © Petair/stock.adobe.com

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert Bund und Länder auf, für Ausbau und Betrieb von Bus und Bahn jährlich mindestens 15 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. „So viel ist nötig, um den Menschen auch künftig ein bezahlbares Nahverkehrsticket anzubieten und den öffentlichen Nahverkehr für die Verkehrswende bereitzumachen“, sagte die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann.

Mit dem Geld soll zum einen eine Nachfolge für das 9-Euro-Ticket finanziert werden. Wenn die Menschen vom Auto in Busse und Bahnen umsteigen sollen, müsse es ein dauerhaftes Angebot geben, das einfach und erschwinglich ist. Haarmann: „Das 9-Euro-Ticket hat gezeigt, dass es geht. Dieser Impuls darf nicht verpuffen.“ Auch gestiegene Energie- und Personalkosten müssten ausgeglichen werden, damit die Fahrpreise bezahlbar bleiben.

Es muss gute Alternativen zum Auto geben

Der Großteil der zusätzlichen Mittel soll in den Ausbau des Angebots fließen. Um die Verkehrswende zu schaffen, müsse das Bus- und Bahnangebot deutlich ausgebaut werden. Das gelte in den Städten wie auf dem Land. „Es reicht nicht, den Menschen zu sagen, sie sollten ihr Auto stehenlassen. Sie müssen auch gute Alternativen haben“, erläutert Haarmann. Und die entstünden nur, wenn der Staat in das Angebot investiere.

Der VCD fordert Bund und Länder auf, die 15 Milliarden zügig bereitzustellen und bereits für die Haushalte des kommenden Jahres einzuplanen. (wa)

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