Die künftige Regierungskoalition überlegt, die 3-G-Regel in Bussen und Bahnen einzuführen. Nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete hätten dann noch Zutritt zum öffentlichen Nahverkehr. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen nennt den Wunsch nach Verschärfungen angesichts steigender Inzidenzen „nachvollziehbar“. Der Verband weist jedoch auch auf Schwierigkeiten bei Kontrollen und auf gesetzliche Hürden hin.
„Wir werden die vorliegenden Vorschläge der Ampel-Koalitionäre intensiv prüfen und versuchen, eine unter den gegebenen Rahmenbedingungen umsetzbare Lösung zu erarbeiten“, heißt es beim VDV. Ziel der Branche sei es seit Beginn der Pandemie, diese durch die Umsetzung geeigneter Maßnahmen bestmöglich einzudämmen.
Allenfalls Stichproben möglich
Allerdings müsse man berücksichtigen, dass in einem offenen System mit täglich mehreren Millionen Fahrgästen keine lückenlosen Kontrollen stattfinden können. Gerade im Nahverkehr mit häufigem Fahrgastwechsel und Haltestellen in kurzen Abständen sei dies, wenn überhaupt, nur stichprobenartig umsetzbar.
Zudem besteht im ÖPNV eine Beförderungspflicht der Fahrgäste. Diese dürfe nur unter ganz bestimmten Kriterien ausgesetzt werden, so der Verband. Sofern die künftigen Regierungskoalitionäre sich weitergehende Kontrollen vorstellen, müssten sie die Frage beantworten, wie die öffentliche Mobilität dann aufrechterhalten werden soll und ob beispielsweise die Bundespolizei die Kontrollen dann auch im ÖPNV durchführt. (wa)



