Beim Seilbahnprojekt in Wuppertal, es gilt als teuerstes der Welt, gab es am Montag große Aufregung: Die "Westdeutsche Zeitung" berichtete, dass der Durchführungsbeschluss des Rats im Februar auf Grund von Differenzen zwischen der Stadt Wuppertal und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) auf der Kippe stünde. Angeblich entspräche die geplante Talstation nicht der ästhetischen Vorstellung der Stadt und auch der Plan, entlang der Seilbahn nur noch einen ausgedünnten Busverkehr stattfinden zu lassen, liefe den Absprachen entgegen.
Viel Wirbel um Nichts
Dass diese Informationen über Diskrepanzen im 82,7-Millionen-Euro-Projekt Staub aufwirbelten, war unvermeidlich. Noch am selben Nachmittag präsentierten sich, so die Stadt Wuppertal, Stadt und Stadtwerke in Person des Oberbürgermeisters Andreas Mucke und des Geschäftsführers der Stadtwerke Ulrich Jäger geeint bei einer Pressekonferenz.
"Das ist ein gemeinsames Projekt, aus der Bürgerschaft gewachsen und wir entwickeln das gemeinsam", erklärte eine Sprecherin der Stadt. Es gebe selbstverständlich fachliche Diskussionen, diese würden jedoch einvernehmlich und auf bestem Wege gelöst.
ÖPNV wird auf Seilbahn verlagert
Die Einschränkung des Busverkehrs entlang der Seilbahn sei seit dem Start des Projekts geplant gewesen. Denn nur so könne die Wirtschaftlichkeit erreicht werden, die der Verkehrsverband Rhein-Ruhr fordert, um dem Projekt eine Förderung zukommen zu lassen. Statt der Busse gebe es auf dieser Strecke dann die Seilbahn, die in enger Taktung die Fahrgäste zwischen dem Hauptbahnhof Wuppertal und den Wuppertaler Südhöhen befördere.
Der Stadtrat wird über das Planungsverfahren nun im Ferbruar abstimmen. (hol)


