Stadtwerke-Award

Stadtwerke Award: ZfK-Leser küren den Sieger mit

Die Nominierten für den diesjährigen Stadtwerke-Award stehen fest. Qualifiziert haben sich das Stadtwerk am See, die Stadtwerke Iserlohn, die Stadtwerke Kiel, die Stadtwerke Saarlouis, die Stadtwerke Staßfurt und die SWW Wunsiedel. Auch in diesem Jahr können die Leser der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) ihre Stimme abgeben und über die Gewinner mitentscheiden. Die Online-Abstimmung ist ab Montag, 11. Juli, freigeschaltet. Sie endet am Montag, 25. Juli.

Die Publikumsstimme geht mit einem Drittel in das Endergebnis ein. Die übrigen zwei Drittel entfallen auf die Jury. Weitere Informationen finden Sie unter www.stadtwerke-award.net.

Die Auszeichnung wird von der Stadtwerkekooperation Trianel, der VKU-Akademie und der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) organisiert. 

Mit dem Projekt „Grüne Karte“ investiert die Stadtwerk am See GmbH & Co. KG aus Überlingen am Bodensee in Kundenbindung, Mobilität und den öffentlichen Personennahverkehr. Mit der Universalkarte können alle Parkhäuser, Busse, Bahnen, Ladesäulen für E-Mobilität und sogar Katamarane per Check-In / Check-Out Funktion bedient werden.

Kundenfreundliche, einfache Anwendung

Ein langes Anstehen an Kassen- und Ticketautomaten entfällt, und Kunden erhalten bis zu 40 Prozent Rabatt auf verschiedene Angebote. Zusätzlich können durch einfaches Vorzeigen der Karte Vorteile bei regionalen Partnern und Veranstaltungen geltend gemacht werden. Die Bezahlung aller Gebühren erfolgt gesammelt mit einer monatlichen digitalen Abrechnung. Das Projekt begeistert durch seine hohe Kundenfreundlichkeit und die Einfachheit in der Anwendung für den Kunden.

Mit dem Projekt „Grid Insight: Heat“ widmet sich die Stadtwerke Iserlohn GmbH der  Optimierung des Fernwärmenetzes durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Stadtwerke Iserlohn haben in Kooperation mit der Items GmbH eine auf Künstlicher Intelligenz basierenden Software entwickelt, mit der die Betriebsweise des Fernwärmenetzes optimiert wird. Die Schwerpunkte der Optimierung liegen auf der Steigerung klimaneutraler Wärmeerzeugung und auf der Absenkung der Netztemperaturen zur Effizienzsteigerung und Verringerung von Wärmeverlusten.

Ein möglicher Weg zur Wärmeplanung von morgen

„Grid Insight: Heat“ ist Teil des Projektes Virtuelles Kraftwerk Iserlohn (PowerSharing) und vernetzt unterschiedliche Technologien, wie Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, Heizkraftwerke, Biomasse, Energiespeicher und Elektromobilität, um Synergieeffekte zu erzielen. Das Projekt zeigt einen Weg auf, wie die Wärmeplanung von morgen aussehen kann.

Die Stadtwerke Kiel AG setzt mit dem Projekt „Kundensegmentierung & aktive Kundenansprache durch KI“ ebenfalls auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die Software unterstützt die Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens bei der Vielzahl von Kundengesprächen mit zusätzlichen Informationen zu ihren Kunden.

Verbesserung der Kundenansprache durch KI

Die Künstliche Intelligenz unterteilt die Kunden in verschiedene Kategorien und kann anhand von Daten beispielsweise den Beratungsfokus und passende Angebote individuell für den jeweiligen Kunden vorschlagen. Durch die Verbesserung der Kundenansprache ermöglicht das KI-gestützte Projekt eine nachhaltigere Nutzung von Kundenkontakten. Die Stadtwerke Kiel haben hier eine intelligente Form der Kundenansprache gefunden und stellen den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt.

 

Durch das Projekt „Digitalisierung der Trinkwasserversorgung“ unternehmen die Stadtwerke Saarlouis GmbH einen Schritt in Richtung Effizienzsteigerung und Digitalisierung. Der Einsatz eines betriebseigenen und geschlossenen Glasfasernetzes ermöglicht ein 24/7 Monitoring der gesamten Wasserförderung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung und reduziert die Gefahr vor unbefugten Zugriffen, wie beispielsweise bei Hackerattacken, auf ein Minimum.

Wassernutzung wird auf allen Ebenen effizienter

Durch das Monitoring können Fehler und Leckagen schnell identifiziert und zeitnah behoben werden. Außerdem konnten durch die Digitalisierung große Teile des Personals eingespart und die Arbeit insgesamt vereinfacht werden. In Saarlouis wird so die Wassernutzung auf allen Ebenen effizienter.

 

Das Projekt „Energieregion Staßfurt“ der Stadtwerke Staßfurt GmbH kombiniert die Themen Wasserstoff, Mobilität und Gassubstituierung. Mit Hilfe von sechs Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 36 MW wird ein 1,5 MW Elektrolyseur unter Verwendung einer Direktleitung zur Herstellung von grünem Wasserstoff betrieben. Dieser kann in der Stunde genug Wasserstoff für rund drei PKW produzieren.

Wasserstoff für Müllwagen, ÖPNV und lokales Netz

Der gewonnene Wasserstoff wird einerseits in einer öffentlichen Tankstelle zur Verfügung gestellt und für Müllwagen und ÖPNV der Stadt genutzt. Des Weiteren wird der produzierte Wasserstoff in das lokale Erdgasnetz eingespeist und reduziert damit den Bedarf an fossilem Erdgas. In Staßfurt werden von Energieerzeugung bis hin zu Nutzung alle Möglichkeiten für ein modernes Energiesystem miteinander verbunden.

 

Mit dem „WUNsiedeler Weg - Energie 2.0“ präsentiert die SWW Wunsiedel GmbH  ein Konzept für klimaneutrale Energieversorgung. Das Projekt zeigt einen ganzheitlichen Ansatz zur klimaneutralen und dezentralen Energieversorgung auf, bei dem in Zusammenarbeit mit verschiedenen Branchenpartnern ein System entwickelt wurde, das Energieversorgung aus klimaneutralen und nachwachsenden Ressourcen ermöglicht.

Zentrales Steuerungssystem wird durch KI gelenkt

Überschüssige Energie wird in Batterien und in Form von Wasserstoff gespeichert oder durch Teilnahme am Intraday-Handel an der Strombörse vermarktet. Das zentrale Steuerungssystem der Energieversorgung wird zudem durch Künstliche Intelligenz gelenkt. Die SWW Wunsiedel schließen mit diesem Projekt an ihr bereits 2016 mit dem STADTWERKE AWARD 2016 ausgezeichneten WUNsiedeler Weg an und gehen einen mutigen Schritt weiter.

SW Award:

Mit dem STADTWERKE AWARD „Das Stadtwerk der Zukunft“ werden Vorzeigeprojekte aus der Kommunalwirtschaft ausgezeichnet. Darunter fallen beispielsweise innovative, neue Geschäftsmodelle, Dienstleistungen oder Produkte, technische Neuerungen, interne Prozessoptimierungen, Kommunikations- und Marketingstrategien, aber auch wissenschaftliche Projekte. Eine hochkarätig besetzte Jury wählt aus den eingehenden Bewerbungen die Finalisten aus.