Der Oldenburger Regionalversorger EWE gehört zu den größten Energiekonzernen Deutschlands.

Der Oldenburger Regionalversorger EWE gehört zu den größten Energiekonzernen Deutschlands.

Bild: © EWE

Der Oldenburger Regionalversorger EWE bleibt sich treu. Erhöhte er im vergangenen Jahr angesichts extrem gestiegener Großhandelspreise mehrfach die Grundversorgungspreise für Strom und Gas, gehört er jetzt, da die Großhandelspreise stark gefallen sind, zu den ersten Großversorgern, die ihre Preise wieder senken wollen.

So soll der Strompreis von derzeit rund 50 auf etwa 41 Cent pro kWh im April zurückgehen. Damit macht der Versorger knapp über der staatlich fixierten Strompreisbremse von 40 Cent pro kWh Halt.

EWE senkt auch Gaspreise

Auch die Gaspreise sinken dann. EWE will statt bislang 17,47 dann nur noch 14,71 Cent pro kWh berechnen.

Anders als viele Stadtwerke, die erst zum Jahreswechsel ihre Grundversorgungspreise angehoben hatten, dann aber teils heftig, hatten die Oldenburger in den vergangenen Monaten eine Serie von Preisrunden vorgenommen.

Fünf Gaspreisrunden

Für grundversorgte Stromkunden in Niedersachsen ging es in drei Schritten von 26 auf 50 Cent pro kWh hoch. Die Preise wurden jeweils zum Monatsanfang im April, Oktober und Januar erhöht. Aber selbst mit 50 Cent pro kWh lag EWE Anfang dieses Jahres unter dem bundesweiten Durchschnitt für Grundversorgungspreise.

Noch mehr Preisrunden, nämlich fünf, gab es für grundversorgte Gaskunden. Hier erhöhte das Unternehmen zum Januar 2022, dann im April, Juli, Oktober und wiederum zu Beginn dieses Jahres. Der Preis verdreifachte sich in diesem Zeitraum nahezu von 6,84 auf 17,47 Cent pro kWh. Auch mit dieser Höhe blieb EWE aber knapp unter dem vom Vergleichsportal Verivox ermittelten bundesweiten Durchschnittspreis in der Grundversorgung in Höhe von 18 Cent pro kWh.

"Extreme Preisspitzen gedämpft"

Die EWE-Energiepreise seien immer ein Mix aus Mengen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und damit auch zu unterschiedlichen Preisen eingekauft würden, teilt EWE in einer Presseaussendung mit. "Extreme Preisspitzen an den Handelsmärkten werden so gedämpft."

Schon im März greift für grundversorgte EWE-Kunden die staatliche Preisbremse. Das heißt, dass entsprechend auch die Abschlagszahlungen geringer ausfallen. Für rund die Hälfte der EWE-Kunden komme die Bremse aber ohnehin nicht zum Tragen, heißt es, da deren Preise unter dem Bremsenniveau lägen.

EWE viertgrößter Strom-Grundversorger

Vor EWE hatten mit der Darmstädter Entega, den Stadtwerken München und der Berliner Gasag bereits drei andere große Player auf dem deutschen Endkundenmarkt angekündigt, ihre Grundversorgungspreise im Frühjahr wieder zu senken. EWE selbst ist hinter Eon, EnBW und Vattenfall der viertgrößte Strom-Grundversorger bundesweit. (aba)

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