Matthias Karger ist Gründer und Geschäftsführer des auf Behördenmeldungen im Bereich Erneuerbare-Energie-Anlagen spezialisierten Unternehmens node.energy

Matthias Karger ist Gründer und Geschäftsführer des auf Behördenmeldungen im Bereich Erneuerbare-Energie-Anlagen spezialisierten Unternehmens node.energy

Bild: © node.energy

Betreiber von Windkraftanlagen und Solarparks müssen durch das geplante Strompreisbremsegesetz einen Teil ihrer Erlöse abgeben. Konkret müssen Betreiber von Erneuerbaren-Energie-anlagen ab 1. Dezember ihre Überschusserlöse abführen. Diese „Zufallsgewinne“ sollen zur Finanzierung der Entlastungen für Verbraucher dienen. Das Strompreisbremsegesetz (StromPBG) soll voraussichtlich Ende nächster Woche in Kraft treten. Doch die Berechnung der anfallenden Überschusserlöse sei hochkomplex und variiert von Anlage zu Anlage.

Darauf weist das Unternehmen node.energy GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main hin. Es ist nach eigenen Angaben Marktführer für die Digitalisierung von Behördenmeldungen im Bereich erneuerbaren Energien. Im November 2022 hatte man außerdem den Hessischen Staatspreis Energie gewonnen. Mit der Software des Unternehmens lasse sich die Abrechnung der Überschusserlöse automatisch und rechtssicher erledigen, heißt es in der Pressemitteilung dazu. Eingesetzt werde die Lösung bereits in der Verwaltung von über 10.000 Wind- und Solaranlagen.
 

Einsparpotenzial von 10.000 Euro je Anlage

"Mit der Erlösabschöpfung entstehen bei Anlagenbetreibern neben den finanziellen Einbußen hohe administrative Aufwände. Hinzu kommt aufgrund der Komplexität der Regelungen eine nicht unbeträchtliche rechtliche Unsicherheit“, sagt Gründer und Geschäftsführer Matthias Karger. Denn Betreiber, die ihre Pflichten nicht ordnungsgemäß erfüllen, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen.
 
Betroffen sind fast alle Windkraftanlagen und Solarparks in Deutschland. Deren Betreiber müssen künftig zur Ermittlung der Erlösabschöpfung quartalsweise den variierenden energieträgerspezifischen Monatsmarktwert mit einem spezifischen anzulegenden Wert ihrer Anlage abgleichen. Hierbei können verschiedene Sicherheitszuschläge in Ansatz gebracht werden. Optional könne ein individuell zu ermittelnder „stundenscharfer Abschöpfungsdeckel“ berücksichtigt werden. Berechnungen von node.energy haben ergeben, dass mit dieser noch einmal deutlich komplizierteren Berechnungsmethode Betreiber über 10.000 Euro je Anlage einsparen können. (sg)
 

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper