Bild: © Avacon

Im Rahmen des EU-Projektes Interflex geht der Verteilnetzbetreiber nun der Frage nach, wie sich der Strom aus Erneuerbaren besser nutzen und mit dem Verbrauchsverhalten der Kunden in Einklang bringen lässt –  und das möglichst ohne zusätzlichen Netzausbau.

Schon heute sind an das Avacon-Netz, das sich von der Nordseeküste bis nach Südhessen erstreckt, mehr als 40 000 dezentrale Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien angeschlossen.

Realbetrieb gestartet

Für das Projekt suchte Avacon im vergangenen Herbst Teilnehmer, die entweder eine PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine Elektroheizung, eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug betreiben. Insgesamt konnten 200 Lüneburger für das Vorhaben gewonnen werden. Deren Anlagen sollen auf Steuerungsmöglichkeiten untersucht werden.

Die teilnehmenden Kunden erhalten ein intelligentes Messsystem samt Steuerbox. Die ersten Geräte sind eingebaut. Die Avacon-Leitstelle wird mit einer Software, den sogenannten Smart Grid Hub, ausgestattet. Sie spricht die Geräte an und verarbeitet deren Daten.

Lokaler Stromverbrauch

Laut Avacon steht damit erstmals steht eine Software zur Verfügung, die die bei Pilotkunden in Lüneburg eingebauten Steuerboxen schalten kann.

Das System ermöglicht, den erneuerbaren Strom besser in das Netz zu integrieren und den eingespeisten Grünstrom optimal vor Ort zu verbrauchen. So lassen sich sowohl die zeitweise Abschaltung von Erzeugungsanlagen als auch der Bedarf an teurem Netzausbau minimieren.

Fünf Länder suchen neue smarte Möglichkeiten

Insgesamt fünf europäische Länder wollen im Rahmen von Interflex die Energiewelt smarter machen, indem sie neue Wege zur Flexibilisierung und Optimierung der Stromversorgung auf lokaler Ebene aufzeigen. In einer Laufzeit von drei Jahren wird in unterschiedlichen Projekten getestet, wie das Zusammenspiel von Erneuerbaren und Verbraucherverhalten besser in Einklang gebracht werden kann. (sg)

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