Der 50Hertz-Fokus liegt dabei auf vier Offshore- und 60 Onshore-Windparks mit insgesamt rund 2,5 Gigawatt installierter Leistung, deren Erzeugung aktuell von 20 Unternehmen direkt vermarktet wird. Im Jahre 2020 machten diese Erneuerbare-Energien-Anlagen, die direkt am Übertragungsnetz angeschlossen sind, 15 Prozent der gesamten Einspeisemanagementmaßnahmen in der 50Hertz-Regelzone aus.
"Neues Redispatch-Regime zwingend notwendig"
Laut Dirk Biermann, Geschäftsführer Märkte und Systembetrieb bei 50Hertz, ist der Start von Redispatch 2.0 bei 50Hertz ein wesentlicher Schritt: „In einer Energiewelt, die künftig nicht mehr durch Großkraftwerke, sondern durch volatile erneuerbare Energien und dezentralere Stromerzeugung geprägt sein wird, ist das neue Redispatch-Regime zwingend notwendig, um diese Anlagen in das Engpassmanagement einzubeziehen. Wir bereiten uns für die kommenden Jahre auf einen weiteren massiven und raschen Ausbau der erneuerbaren Energien und den Ausstieg aus der Kohle vor. Dafür brauchen wir neue Prozesse. Unsere Devise lautet: Gemeinsam mit unseren Partnern schnellstmöglich liefern!“
Umfangreiche Tests im Vorfeld
Dem Start am 1. November vorausgegangen waren umfangreiche erfolgreiche Tests mit dem Software-Dienstleister Emsys VPP und mehreren Direktvermarktern. Diese Tests umfassen sämtliche relevante Prozessschritte von der Eingangsdatenlieferung über den Austausch von Abrufdokumenten, der vollständigen Bilanzierung bis hin zur Steuerung der Windparks und der Veröffentlichung der Maßnahmen auf www.50hertz.com.
Bis Ende Februar 2022 soll das Redispatch 2.0 dann auch mit allen Anlagen in den Verteilnetzen vollständig umgesetzt werden. Dafür stelle dieser Schritt einen wichtigen Baustein dar, so 50Hertz – damit weitere Anlagen sicher in den Prozess eingebunden werden können. (sg)


