Mit dem neuen Angebot will der Versorger einen "entscheidenden Schritt für die Energiewende" gehen. So würde die Weitergabe variierender Preise für Strom, die bei hoher Sonneneinstrahlung oder starkem Wind sinken, für Endverbraucher den Anreiz setzen, den Energieverbrauch zeitlich zu verlagern. Außerdem könnten schon jetzt dezentrale Speicherpotenziale der privaten Heimspeicher genutzt werden und so im Stromnetz mehr Platz für Wind- und Solarenergie schaffen.
"An Ostern 2019 hatten wir beispielsweise eine Situation, in der das herrliche Wetter zu negativen Börsenstrompreisen führte. Mit unserem Tarif ‘Hourly’ werden unsere Stromkunden mit niedrigeren Preisen motiviert, künftige Energieverbräuche vorzuziehen. Eine perfekte Gelegenheit, die Waschmaschine anzuwerfen oder das Elektroauto aufzuladen", so Awattar-Geschäftsführer Simon Schmitz.
Kunden können auf Preise in Echtzeit reagieren
Im Web-Portal kriegen die Kunden den Börsenstrompreis in Echtzeit visualisiert. Außerdem wird eine Prognose angezeigt, wann der Strompreis am kommenden Tag besonders günstig sein wird. "Damit wird ökologisch sinnvolles Verhalten endlich einmal belohnt. Und mit den vielfältigen Möglichkeiten zur Automatisierung, an denen wir mit Herstellern, zum Beispiel von Wärmepumpen oder von Ladeinfrastruktur, arbeiten, wird das Ganze zum Kinderspiel", so Schmitz weiter.
"Mit dem variablen Stromtarif zeigt sich erstmals das ganze Potenzial unserer intelligenten Stromzähler für die Energiewende", so Nikolaus Starzacher, Geschäftsführer von Discovergy. "Mit der Zunahme zeitlich steuerbarer Stromverbrauche (...) werden an den Börsenpreisen orientierte Tarife nun sukzessive an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig helfen die Preissignale dabei, die teuren Peak-Zeiten zu reduzieren. Wir flexibilisieren die Ökostrom-Nachfrage und vereinfachen damit den weiteren Zubau erneuerbarer Energien." (pm)



