Private Energiespeicher können, intelligent verknüpft, zur Entlastung des Stromnetzes führen.

Private Energiespeicher können, intelligent verknüpft, zur Entlastung des Stromnetzes führen.

Bild: © Badenova

Immer mehr private Haushalte werden zu "Energiepionieren" und zum Beispiel durch PV-Dachanlagen selbst zu Erzeugern. Auch der Kauf privater Heimspeicher nimmt immer weiter zu. Badenova testet nun die Vernetzung der privaten zu virtuellen Großspeichern, sogenannten "Schwarmspeichern".

Durch die kommunikationstechnische Vernetzung der Speicher könnten das Stromnetz entlastet und auch ohne Netzausbau mehr Kapazitäten für neue regenerative Erzeugungsanlagen geschaffen werden.

Teil des EU-Forschungsprojekts "INVADE"

Das Projekt ist Teil des EU-Forschungsprojekts "INVADE", das auch die Plattform bereitstellt, über die die Batteriespeicher der privaten Haushalte geregelt werden. An Hand von Wetter-, Last-, Strompreis- und Netzzustandsprognosen wird ein optimierter Fahrplan für den Speichersatz erstellt und ins System des "Energiepioniers" zurückgespielt. Die privaten Haushalte profitieren durch die Teilübernahme von Stromkosten durch Badenova.

Frank Zimmermann aus Freiburg ist einer der Energiepioniere: "Die Energiewende betrifft uns alle. Für mich ist dies daher eine Selbstverständlichkeit, der Badenova Zugriff auf meine PV-Anlage und Batteriespeicher zu gewähren. Ich bin überzeugt, dass die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem Pilotprojekt Grundlage sind, dass zukünftig noch mehr Solaranlagen in die bestehenden Stromnetze integriert werden können", begründet er seine Teilnahme.

Spitzenlastprognosen bestimmen Netzausbau

Konkret will der Energieversorger herausfinden, inwiefern die virtuellen Großspeicher Leistungsspitzen in den Verteilnetzen verringern können. Fakt sei nämlich, dass die Stromnetze entsprechend der zu erwartenden Spitzenlast dimensioniert werden. Hohe Spitzenlasten führen bislang zum Ausbau von kostenintensiven großen Netzen und damit zu hohen Netznutzungsentgelten. Die verknüpften Speicher könnten somit langfristig auch zur Reduzierung der Netznutzungsentgelte führen, so das Unternehmen. (pm)

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